23. September 2018

Stefan Häusl Interview

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Stefan Häusl aus Strengen (AUT) hat bereits vor der Event in Fieberbrunn erklärt, das der Start hier seine letzte FWT-Teilnahme sein wird. Der 41-Jährige wird nach neun erfolgreichen Jahren auf der Tour seine Wettkampfkarriere beenden. Damit schließt sich für ihn ein Kreis, hatte Häusl doch 2011 in Fieberbrunn erstmals einen FWT-Contest gewonnen.
Wir haben uns mit Stefan in Fieberbrunn getroffen und einige Fragen gestellt.

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© Smpr.at

Heute war dein letzter FWT-Contest. Du beendest die Tour an dem Ort, an dem die deinem ersten Tourerfolg 2011 gefeiert hast.

Ich habe eine emotionale Verbindung mit Fieberbrunn. Hier hat für mich vieles begonnen. 2006 wurde hier der erste Freeride Contest Österreichs (snowfever) organisiert, ich konnte ihn Gewinnen und wir fuhren auch schon vom Wildseloder. Dann mein Sieg in der FWT , danach viele gute Fahrten,… ich hab auch sehr viele Freunde und Unterstützer hier, meine Familie war vor Ort und wir haben den Tag genossen. Es war ein genialer Tag.

Wie war es für dich, was hattest Du die vorgenommen?
Als ich am Start war haben alle Fahrer geschrien. Hey Stefan, juhuuu, … es war unglaublich, ich hatte einen smile im Gesicht. Die Stimmung war soo cool. Alle haben sich gefreut mit mir. Ich fuhr eine Spass Linie ohne um Punkte zu geiern. Einfach meinen Vollgas Stil mit hohen Sprüngen zu zeigen. So wie ich Freeriden will. Ich konnte dann alles Landen und ich habe mit diesem run viele Leute beeindruckt. Das war sehr schön zu beobachteten.
Nach dem Contest, habe ich so viele Nachrichten bekommen. Ich war sehr berührt wieviele Fans da draussen meine runs geliebt haben. Ich wollte mit mit Vollgas Verabschieden.

Zufrieden mit deinem letzten Run?
Ja total, ich hatte letztes Jahr einen Kreuzbandriss und heute war ich mental und Körperich voll fit. Das soll mir mal einer Nachmachen.

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© FWT18 KICKINGHORSE J. BARTLETT

Nach neun Jahren auf der Tour, wie sieht deine Zukunft aus, welche beruflichen und privaten Pläne hast Du?
Einer der Hauptgründe ist es, dass ich mehr zu Hause sein will. Ich will mehr Film Projekte machen und die von zu Hause aus organisieren. Dann kann ich dazwischen mehr bei der Familie sein und unsere Tochter besser Unterstützten in ihrem erwachsen werden (sie ist jetzt 9). Sie fährt auch gut Ski und ich will ihr dabei auch helfen.

Ich trainiere ja schon ein Freeride Nachwuchs Team des Skiclub Arlbergs. Das macht so viel Spass und das werde ich weiterhin machen. Ebenso werde ich weiter mit meinen Sponsoren arbeiten. Was das Freeriden anbelangt will ich mehr in höhere Berge, mich mehr in Alpinen Zonen aufhalten und dort meine Linien verewigen. Ich freu mich auf die neuen Möglichkeiten.

Erzähle uns doch bitte von deinen schönsten und erfolgreichsten Erlebnisse auf der Tour?
Meine schönsten Erlebnisse waren der Sieg in Fieberbrunn und mein Abschied. Ich schätze mich Glücklich einen Heimevent auf der Tour gehabt zu haben. Das Privileg hat jeder rider.

Die Events in Alaska waren natürlich auch begeisternd und sureal. Man fährt in der hintersten Ecke von Alaska einen run und tausende Leute schauen dir Sekunden später (LIVE) zu wie du das machst. Das war unglaublich zu erleben. Aber auch von deinen traurigsten und gefährlichsten Erlebnisse?
Gefährlich war es in Alaska, als wir bei einem Warm up Tag eine grosse Lawine hatten. Zum Glück ist nichts passiert, aber das hat gezeigt wie schnell es wechseln kann zwischen juhuuuu und Kathastrophe. Traurig war natürlich der Verlust von Estelle und Mathilda. Zwei liebenswerte Fahrerinnen die wir vor zwei Jahren bei Lawinen Unglücken ausserhalb der Tour verloren haben. Das war unglaublich traurig.

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© FWT18 KICKINGHORSE J. BARTLETT

Hat sich in den Jahren viel auf der Tour verändert?
Positiv und was hat dir nicht so gefallen?
Positiv ist natürlich, dass die Fahrer und das ganze sportliche System sich so gut entwickelt hat. Von den Junior Events, weiter bis zu den Quali Events bis hin zur world tour. Da wurde was aufgebaut das schön zu beobachten ist.

Welchen Rat kannst du den jungen Freerider für ein tolles Powdererlebniss geben?
Geht mit erfahrenen Leuten raus, geht mit Guides raus, lasst euch Ausbilden und seit passiv bei angespannten Lawinen Situationen. Oft kann ich beobachteten dass zu aggressive gefahren wird (hinsichtlich der Lawinensituation). Dann würde weniger passieren. Aber sonst, Vollgas geben, smart sein und fest üben 🙂

Was machts Du eigentlich im Sommer?
Im Sommer werde ich wieder viel trainieren und viel mit meinen Sponsoren zusammen arbeiten.
Und bei der Familie sein. Ich freu mich drauf.

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