Open Faces 4* FWQ Silvretta-Montafon 2020

Open Faces 4* FWQ Silvretta-Montafon © M. Ablinger
Open Faces 4* FWQ Silvretta-Montafon © M. Ablinger

OPEN FACES Freeride Series 2020
„Klassentreffen“ der internationalen Top Rider im Freeride World Qualifier Ranking beim 4* Bewerb in der Silvretta-Montafon
Der Freeride Qualifier Event der Open Faces Series im sportlichsten Skigebiet Österreichs wird bereits im zweiten Jahr in der 4* Kategorie zum absoluten Klassiker. Die derzeit Führenden im Qualifier Ranking der EURASIA Wertungszone ließen sich die Chance auf wertvolle Punkte nicht entgehen und waren gemeinsam mit über 50 Teilnehmern aus 12 Nationen am Start. Die vermeintlich perfekten Bedingungen auf der „Kleinen Heimpsitze“ erwiesen sich als schwieriger als erwartet. Der Contest und die Lines der Rider: Nichts für schwache Nerven.
Ehemalige World Tour Rider wie Ludovic Guillot-Diat, Montafon Local Thomas Feuerstein, Clement Bochatay oder Moél Ollivier und alle Top 3 Rider des derzeitigen Freeride World Qualifier Rankings waren in der Silvretta-Montafon am Start. Das Face zeigte sich heuer von einer komplett anderen Seite und Sprünge, die letztes Jahr nicht gefahren werden konnten, wurden heuer freigegeben. Andere Bereiche des Berges fielen dafür aus der „judging zone“ für den Contest 2020. Auf der bis zu 60° steilen, mit Felsbändern durchsetzten, markanten Flanke konnten somit neue „Lines“ erwartet werden.
Das schlechte Wetter am Vortag erschwerte die Planung für die Rider und Organisatoren der Open Faces Crew. Nachdem es am späten Freitag Nachmittag aufklarte, konnten die Rider den so wichtigen Face Check absolvieren und es konnte allgemein grünes Licht für den Contest gegeben werden. Eswar „angerichtet“!


„Big drops“ aber enorm schwierige Landungen auf der „Kleinen
Heimspitze“
Schon am Vortag lag es in der Luft: Durch die Beschaffenheit des Faces und 40 cm Neuschnee können die ganz großen Sprünge ins Visier genommen werden. Gleich ab dem ersten Starter wurde genau nach dieser Devise gefahren. Durch die relativ warmen Temperaturen in der Nacht waren die Schneeverhältnisse vor allem bei den Landungen schwerer, als erwartet und so endeten viele der Runs mit Stürzen. Glücklicherweise wurden keine Rider schwer verletzt und zum Sieg führte abermals ein technisch einwandfreier und kontrollierter Run.

Mans Fors Källstrand (SWE) siegte knapp vor Mael Ollivier (FRA) und
Sebastian Hiersche (AUT) bei den Ski Herren
Der Schwede Mans Fors Källstrand setzte sich mit einem extrem weit gesprungenen „3er“ und 2 weiteren sauberen Drops mit nur 2,7 Punkten Vorsprung knapp gegen den Franzosen Mael Ollivier durch. Auf dem hervorragenden dritten Rang konnte sich der Österreicher Sebastian Hiersche mit einem „3er“ im oberen Teil, einem weiten Drop im felsigen mittleren Abschnitt und einem insgesamt soliden sowie risiko-dosiertem Run einreihen.

„Canyon gap“ transfer Premiere für den Franzosen Solan Dejouy
Mit einem bisher nicht für möglich gehaltenen „canyon gap transfer“ über mehr als 30 m Distanz wird der Franzose Soland Dejouy definitiv in Erinnerung bleiben. Der zwischenzeitliche Siegesanwärter konnte unglücklicherweise durch eine aufgehende Bindung im unteren Teil seinen Lauf nicht ins Ziel bringen. Dieser Transfer öffnet jedoch schon jetzt neue Line-Möglichkeiten für den Contest auf der „Kleinen Heimspitze“ 2021.

Deutscher Snowboarder Timm Schröder mit einem Run „nach Plan“ klar zum Sieg
Eine exakte „Line“ Planung am Vortag brachte dem deutschen Vorjahreszweiten Timm Schröder den erhofften Sieg auf der „Kleinen Heimspitze“. Er setzte sich mit 87 Punkten und einem akribisch geplanten Run inklusive viel Airtime, „360er“ und einem extrem flüssigen Lauf klar gegen Benjamin Evens aus Neuseeland durch. An dritter Stelle reihte sich Ex Freeride World Tour Fahrer Ludovic Guillot-Diat aus Frankreich ein.

Vorentscheidungen für die FWT 2021 bei den Ski Damen?
Das bekanntlich schwere Face bietet für die Damen keine einfachen Line-Optionen. Umso mehr Respekt vor deren Leistungen. Mit kontrollierten flüssigen Turns und einigen weiten Drops setze sich bei den Ski Damen die Polin Zuzanna Witych durch und konnte damit ihre derzeitige Führung in der EURASIA Qualifier Wertung ausbauen. Megane Betend aus Frankreich nahm als Zweitplatzierte wertvolle Punkte mit, gefolgt von der derzeit im overall Ranking auf Position 2 gelisteten Eva Battolla aus der Schweiz.

Bei den Snowboarderinnen setzte sich mit Claire McGregor aus Neuseeland ebenso die derzeit führende im Freeride World Qualfier Ranking durch. Knapp dahinter holten sich Linda Schmitter aus der Schweiz mit Rang 2 und Maria Kuzma aus Neusseeland mit Rang 3 wertvolle Punkte.

Start der entscheidenden Phase der FWQ Tour und Open Faces Series
Durch die zahlreichen Stürze und unsauberen Runs der derzeitigen Qualifier Führenden haben sich bei den Herren die Karten für die begehrten Freeride World Tour Tickets 2021 komplett neu gemischt.
Bei den Damen sind mit den beiden Tagessiegerinnen durchaus 2 Riderinnen abzusehen, die, wenn sie so weiterfahren, große Chancen auf das Ticket in die FWT haben. Für die Qualifikation verbleiben noch zwei weitere 4* Events und das jährliche Grande Finale Open Faces Week Gurgl Anfang April.
Es bleibt also höchst spannend, was die kommenden Wochen betrifft. Der 4* FWQ in der Silvretta-Montafon reiht sich definitiv in die Top Liga der internationalen 4 Sterne Events. Die „Kleine Heimspitze“ ist der perfekte Berg dafür. Wer die Runs auf Top Niveau versäumt hat, findet sie „relive“ unter diesem Link auf der Open-Faces Website:
http://bit.ly/OFMontafon2020_Relive

Die weiteren Termine im Überblick:
09.03.2019: 2* Open Faces Gastein
13.03.2019: Freeride Junior World Championships Kappl-Paznaun
06.04.2019: 4* Open Faces Obergurgl-Hochgurgl

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