22. Februar 2018

Interview: Mit den Lupato Brothers auf MTB-Tour

Alex und Denny Lupato in Bormio

Alex und Denny Lupato lieben Mountainbikes: Die Brüder aus Italien sind seit rund 15 Jahren auf dem MTB unterwegs, zuerst im Cross Country, inzwischen sind beide erfolgreich im internationalen Enduro-Zirkus. Seit 2016 fahren die beiden Athleten für das Team Trek Cingolani. Wir haben mit Alex und Denny über das Fahrradfahren im allgemeinen, Trails im Nationalpark Stilfserjoch und Bike-Urlaub mit der Familie gesprochen.

Im vergangenen Jahr hat das Fahrrad seinen 200. Geburtstag gefeiert. Könnt Ihr Euch ein Leben ohne Bike vorstellen?

Alex und Denny Lupato in Bormio
© Markus Greber/Bormio Tourism

Alex: Nein, auf keinen Fall! Biken ist mein Leben! Ich liebe es – ohne Bikes geht es einfach nicht.

Denny: Nein, ein Leben ohne Bike kann ich mir echt nicht vorstellen. Wenn ich morgens aufstehen, denke ich gleich an meine Bikes – mein ganzes Leben dreht sich darum.

Letzten Sommer wart ihr auf einem Bike-Trip in Bormio – wie war es? Wart Ihr zum ersten Mal zum Biken in Bormio?

Alex: Der Trip war echt super – die Trails und die Landschaft sind einfach phantastisch! Das war nicht mein erstes Mal in Bormio, aber ich bin eine Menge neuer Trails gefahren.

Denny: Der Bike-Trip nach Bormio hat mir echt gut gefallen. Ich war zwar schon mal dort, aber dieses Mal habe ich einige neue Spots mit sagenhaften Trails entdeckt.

Der Nationalpark Stilfserjoch ist einfach einzigartig. Gibt es einen Trail, der Euch besonders gut gefallen hat?

Alex: Ja, mein Favorit ist der Trail zum Zebrù Pass, einem der höchsten fahrbaren Bergrücken weltweit. Dieser Trail ist sehr lang und natürlich, deshalb hat er mir so gut gefallen.

Denny: Ich hatte riesigen Spaß am Panoramica Pizzini Trail. Der Trail wird so von den Local Guides genannt, er geht an der Pizzini Hütte los und führt bis zum Ables Trail – immer hoch und runter. Dort kann man so schnell man nur kann herumheizen. Einfach super!

Alex und Denny Lupato in Bormio
© Markus Greber/Bormio Tourism

Habt Ihr einen Geheimtipp für begeisterte Biker, die in und um Bormio biken gehen wollen?

Alex: Am besten immer Kontakt zu einem Local Guide aufnehmen, der kann euch zu den besten Trails bringen.

Denny: Denkt immer daran, im Rucksack eine Jacke dabei zu haben, denn das Wetter da oben ändert sich schnell.

Ihr habt mit Cross Country begonnen, aber seid vor einigen Jahren auf Enduro umgestiegen. Fahrt Ihr auch Rennrad?

Alex: Ich bin noch nie ein Rennrad-Rennen gefahren, aber ich fahre Rennrad zu Trainingszwecken, was mir auch großen Spaß macht.

Denny: Zum Trainieren fahre ich regelmäßig Rennrad, das mache ich echt gern. Als ich noch Cross Country gefahren bin, habe ich während eines Trainingscamps mal an ein paar einfacheren Rennrad-Rennen teilgenommen.

Auf das Stilfserjoch mit dem Bike. Wäre das was für Euch?

Alex: Um ehrlich zu sein stehe ich nicht besonders auf lange Anstiege, aber es wäre sicherlich eine super Erfahrung… Aber nur, wenn ich in guter Form bin! (lacht)

Alex und Denny Lupato in Bormio
© Markus Greber/Bormio Tourism

Denny: Ja, warum nicht. Ich wage mich gerne an große Anstiege mit dem Rennrad und bisher bin ich das Stilfserjoch noch nicht gefahren.

Was ist in Euren Augen das Besondere an Bormio?

Alex: Die lokalen Spezialitäten wie zum Beispiel „Pizzoccheri“* – auf die stehe ich total! (lacht)

Denny: Die Landschaft der Umgebung ist einfach wunderschön.

Alex, Du bist Vater eines kleinen Jungen. Kannst Du Dir vorstellen, in Bormio Familienurlaub zu machen? Dort gibt es ja nicht nur Trails für MTB-Profis wie Dich, sondern auch Trails für alle Könnensstufen…

Alex: Ja, klar, das wäre bestimmt super! Ich liebe es, Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Nach dem Training könnte ich einen kleinen Spaziergang durch Bormio mit meinem Sohn und meiner Feundin unternehmen.

Euer Vater ist in den 90er Jahren Downhill gefahren. Inwieweit hatte er einen Einfluss auf Eure Entscheidung, professionelle Athleten zu werden?

Alex: Alles hat damit angefangen, dass ich schon als ganz kleines Kind immer bei den Rennen meines Vaters dabei war. Mit meinem kleinen Bike bin ich in seinem Pit herumgehangen. Als ich damit angefangen habe, professionell Rennen zu fahren, hat meine Familie mich immer begleitet.

Denny: Von Anfang waren mein Vater und später auch mein Bruder meine Vorbilder. Von daher denke ich, dass es für mich einfacher war, Profi zu werden, weil immer jemand da war, der mich gepusht hat.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die neue Saison!

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*