20. Juli 2018

Crankworx Innsbruck 2018

Crankworx Innsbruck Downhill

Hart und Hannah wieder unschlagbar im Downhill von Crankworx Innsbruck

Crankworx Innsbruck 2018: Auch im Downhill führt kein Weg an den Vorjahressiegern vorbei

INNSBRUCK, ÖSTERREICH 17. Juni 2018 – Am letzten Tag von Crankworx Innsbruck 2018 waren die Vorjahressieger wieder nicht zu schlagen. Beim iXS Innsbruck Downhill presented by Raiffeisen Club setzten sich am Sonntag wie bereits 2017 Tracey Hannah (AUS) und Danny Hart (GBR) im Bikepark Innsbruck durch. Damit gingen sechs von den sieben Siegen bei der diesjährigen Auflage von Crankworx Innsbruck an die Gewinner aus dem vorigen Jahr.

Crankworx Innsbruck Downhill
© Fraser Britton / Crankworx 2018

Hannah und Hart mussten sich ihren Wiederholungserfolg allerdings hart erarbeiten. Für beide war der Sieg in Innsbruck eine Erleichterung und Erlösung nach einem durchwachsenen Start in die Saison. Die trockene und teils sehr ruppige Strecke verlangte den AthletInnen alles ab.

„Die letzten Tage waren ziemlich schwierig. Ich hatte ein paar Schlüsselstellen im Auge, im Training wollte es aber nicht so recht klappen. Beim Rennen sind diese Dinge aber dann doch aufgegangen“, freute sich Hart, der mit einer Zeit von 2:47,29 ganze 1,5 Sekunden schneller als der Neuseeländer Sam Blenkinsop (2:48,79) auf Rang zwei war. Dritter wurde Charlie Harrison (USA) mit 2:49,23 Minuten.

„Es ist ein cooles Gefühl, hier her zu kommen und das Rennen gleich zweimal hintereinander zu gewinnen. Ich bin richtig zufrieden“, fügte der 26-jährige Brite hinzu. „Nach dem heutigen Sieg werde ich viel Selbstvertrauen in die bevorstehende Wettkampfpause mitnehmen. Die Saison ist für mich bisher nicht wirklich nach Wunsch gelaufen. Die Ergebnisse haben nicht gestimmt. Das konnte man heute auf der Strecke sehen – ich wollte unbedingt gewinnen. Ich freue mich total.”

Auch für Hannah ist der Sieg in Innsbruck ein willkommener Erfolg nach einer enttäuschenden Frühsaison. Die dreifache Gesamtsiegerin im Crankworx Downhill musste nach einem heftigen Sturz im Redwoods Downhill bereits am zweiten Wettkampftag von Crankworx Rotorua wieder abreisen. Umso mehr freute sich die Australierin über den Sieg beim zweiten Crankworx-Stopp in Innsbruck.

Crankworx Innsbruck Downhill
© Fraser Britton / Crankworx 2018

„In Rotorua war ich schon mega enttäuscht”, gibt die 30-Jährige zu. „Gleich beim Saisonauftakt so zu stürzen ist echt hart. Ich freue mich immer total auf Crankworx und peile jedes Jahr den Sieg in der Gesamtwertung an. Ich freue mich sehr über Platz eins hier in Innsbruck, auf einer meiner Lieblingsstrecken im ganzen Rennkalender. Ich fühlte mich gut und wusste, dass heute viel drin ist. Auf der Strecke ist alles aufgegangen.“

Mit einer Zeit von 3:11,39 überholte Hannah die bis dahin in Führung liegende US-Amerikanerin Jill (3:16,96). Wie bereits 2017 ging Platz drei an die Schweizerin Emilie Siegenthaler (3:18,50).

Der Kurs in Innsbruck mag zwar eine von Hannahs Lieblingsstrecken sein, doch die trockenen und unberechenbaren Bedingungen waren auch für die Australierin eine Herausforderung.

„Ganz oben war es ziemlich schwierig. Die Bedingungen auf der Strecke haben sich mit der Zeit geändert. Am Anfang des Rennens war der Boden echt glatt und ein bisschen feucht. Da war noch viel Dirt und man hat die Wurzeln nicht so richtig gesehen. Gegen Ende gab es überall große Löcher, brutal viel Staub und auf einmal überall Wurzeln, wo man sie am wenigsten erwartet. Ich musste mich an die Bedingungen anpassen. Im oberen Teil bin ich’s ein bisschen zu vorsichtig angegangen, unten auf dem letzten Abschnitt habe ich aber richtig Gas gegeben. Ich wollte das Maximum rausholen. Ich wusste, dass heute mit dem richtigen Speed bei einem fehlerfreien Run ein Sieg möglich ist.“

Crankworx Innsbruck Downhill
© Fraser Britton / Crankworx 2018

Hinter den Siegern konnten Blenkinsop und Kintner mit Platz zwei ihren jeweiligen Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen. Nach starken Leistungen beim Saisonauftakt in Rotorua führten der Neuseeländer und die US-Amerikanerin vor Crankworx Innsbruck die Wertung im Kampf um den Titel King bzw. Queen of Crankworx an. Auch in Innsbruck konnten beide wertvolle Punkte mitnehmen und führen vor dem dritten Crankworx-Stopp in Les Gets die Gesamtwertung an.

„Letztes Jahr bin ich hier nicht gut gefahren. Meine Erwartungen waren also eher bescheiden“, so Blenkinsop. „Ich wollte einfach mein Bestes geben und schauen, wie es läuft. Mit Platz zwei hinter Danny bin ich total zufrieden. Echt ein cooles Ergebnis”, fügte der Neuseeländer hinzu. Laut Blenkinsop ist der Titel King of Crankworx in der laufenden Saison zwar nicht seine oberste Priorität, doch als Gesamtführender wird er dieses Ziel auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

Kintner hingegen hat schon von Anfang an klar gemacht, dass sie den Gesamtsieg in der World Tour anpeilt. Nach einem souveränen Sieg auf dem Pumptrack am Donnerstag sattelte sie nur wenige Tage später erfolgreich auf die Disziplin Downhill um.

„Es ist schon cool, dass die Disziplinen, die mir liegen, eher am Anfang der Woche stattfinden“, sagte die amtierende Queen of Crankworx. „So habe ich weniger Druck im Downhill. Ich musste mir heute also nicht so viele Gedanken um Punkte und Ergebnisse machen. Gleichzeitig ist es immer gut, wenn ich den anderen Mädels Punkte abnehmen kann. Innsbruck war wieder ein voller Erfolg für mich. Auf geht’s zum nächsten Event!”

Crankworx Innsbruck Downhill
© Fraser Britton / Crankworx 2018

Der Besuch der Crankworx World Tour in Innsbruck neigt sich also langsam dem Ende zu, doch für die heimischen Fans gab es am letzten Tag noch ein besonderes Highlight: Lokalmatadorin Valentina Höll (AUT) gewann vor ihrer Familie und einem begeisterten Innsbrucker Publikum die Klasse Pro U19 Female. Ihre Zeit von 3:13,49 hätte sogar für den zweiten Platz in der Klasse Damen Elite gereicht.

„Es ist echt cool zu sehen, welche Fortschritte ich gemacht habe. Dieses Jahr konnte ich sogar mit den Elite-Damen auf dem Pumptrack fahren“, strahlte die 16-Jährige um die Wette. „Ich habe immer noch Zeit, Schritt für Schritt schneller und schneller zu werden, bis ich auch offiziell gegen die besten Frauen in einem Wettkampf antreten kann.“

Für die Crankworx World Tour 2018 geht es bereits kommenden Woche mit Crankworx Les Gets weiter. Zu den Highlights in Frankreich zählen: 100% Dual Slalom Les Gets, Official European Whip-Off Championships presented by SPANK, RockShox Les Gets Pump Track Challenge, Muc-Off Dual Speed & Style Les Gets, Crankworx Les Gets Downhill, Crankworx Les Gets Mont-Chéry DH sowie der Crankworx Les Gets Slopestyle im Rahmen der Crankworx FMBA Slopestyle World Championship.

Alle Details und die Zeiten des Live Webcast gibt es HIER: https://www.crankworx.com/event-fr/crankworx-les-gets-pump-track-challenge-presented-by-rockshox/


Rogatkin und Rheeder erneut eine Klasse für sich beim Crankworx Innsbruck Slopestyle

Rheeder gibt mit neuem Trick im ersten Lauf den Ton an, doch Rogatkin behält die Nerven und holt den Sieg in Innsbruck

INNSBRUCK, ÖSTERREICH 16. Juni 2018 – Nach dem legendären Battle zwischen Brett Rheeder (CAN) und Nicholi Rogatkin (USA) bei der Premiere von Crankworx Innsbruck im Jahr 2017 freute sich die ganze Slopestyle-Szene auf ein Rematch in den Alpen. Am Ende des ersten Durchgangs des Crankworx Innsbruck Slopestyle presented by Kenda zeichnete sich ein Sieg des Kanadiers ab. Mit einem Score von 86,75 Punkten führte Rheeder das Feld an, nicht zuletzt dank einem Flat Drop Backflip Oppo Tailwhip – das erste Mal überhaupt, dass dieser Trick in einem Contest gezeigt wurde. Auch 2017 führte Rheeder nach dem ersten Run, wurde aber mit einem Wahnsinnslauf von Rogatkin noch eingeholt.

Crankworx Innsbruck Slopestyle
© CWX Innsbruck Slopestyle podium Fraser Britton photo

Dieses Jahr lag Rogatkin nach dem ersten Durchgang nur auf Rang neun, weit hinter dem Führenden Rheeder.

„Ich bin meinen Run Schritt für Schritt im Kopf durchgegangen. Die ganze Woche über habe ich daran gebastelt. Heute habe ich ihn beim ersten Durchgang ziemlich perfekt hinbekommen, bis auf den Trick beim letzten Kicker“, so der US-Amerikaner, der wegen der unsauberen Landung im Zielbereich nur 59,25 Punkten von den Judges bekam. „Beim zweiten Lauf haben meine Beine oben im Starthaus gezittert. Das ist schon ein unglaublicher Druck, wenn man wieder genau den gleichen Run machen muss – und am Ende dann noch einen Trick stehen muss, den man beim ersten Mal vermasselt hat. Es hat aber alles geklappt und jetzt sitze ich hier als Sieger.“

Der Mut des 22-Jährigen im zweiten und letzten Lauf wurde belohnt: Mit 93 Punkten schaffte der US-Amerikaner den Sprung auf Platz eins. Der Run war typisch Rogatkin: Zu Beginn ein fetter Twister auf dem zweiten Kicker, dann ein paar nervenaufreibende Momente sowohl für Fans, als auch für Fahrer in einem technisch extrem anspruchsvollen Run.

„Nach dem Superman Seatgrab entschied ich mich für einen Cork 720. Der Trick macht mir richtig Angst! Ganz ehrlich: Beim Frontflip Tailwhip am letzten Kicker habe ich befürchtet, dass ich den Trick nicht stehe – bis meine Reifen auf einmal sicher am Boden waren.“

Crankworx Innsbruck Slopestyle
© Rogatkin Fraser Britton photo

Erlöst und erleichtert feuerte Rogatkin vom Zielbereich aus die weiteren Athleten im Feld an und klatschte mit den begeisterten Fans ab.

„Dieses Publikum ist echt der Hammer. Die Fans haben richtig Gas gegeben, als ich oben auf der Startrampe stand und mein Name durchgesagt wurde. Da habe ich gewusst, dass sie heute einiges von mir erwarten“, freute sich Rogatkin über den Zuspruch des Innsbrucker Publikums. „Ich will immer mein Bestes geben und alles versuchen. Genau das habe ich heute gemacht.”

Keiner der sieben Fahrer oben im Starthaus kam im zweiten Run an die Scores von Rheeder und Rogatkin heran. Der Italiener Diego Caverzasi konnte nach einem heftigen Sturz im ersten Lauf seine Nerven behalten und sich mit 84 Punkten im zweiten Durchgang einen Platz am Podest sichern. Zum Schluss stand noch ein Mann oben am Start: Brett Rheeder.

„Nach meinem ersten Run habe ich gesagt, mir ist es egal, ob ich heute gewinne‘“, so Rheeder. „Diese Woche musste ich ordentlich kämpfen, auch mit einem Sturz. Gestern Abend wusste ich noch gar nicht, ob ich heute an den Start gehen kann.“

Laut dem 25-Jährigen sei er den Tag einfach Schritt für Schritt angegangen: Aufstehen, Training auf der Strecke, ein paar Tricks probieren, den Schwierigkeitsgrad steigern. Am Ende wusste er: Seinen geplanten Run kann er im Finale zumindest versuchen. Auch wenn er am letzten Kicker mit dem Fuß vom Pedal abrutschte, ist für den Kanadier die Rechnung voll aufgegangen.

„Ich bin stolz auf mich“, so Rheeder. „Ich bin stolz, dass ich die Schwierigkeiten am Anfang der Woche überwinden konnte und jetzt hier stehe. Ich freue mich, dass ich an den Start gehen konnte und bin mit dem Ergebnis total zufrieden.“

Crankworx Innsbruck Slopestyle
© Britton photo

Während der Sieger Rogatkin wild feierte und Rheeder auf Rang zwei ruhig und besonnen war, strahlte der Drittplatzierte Diego Caverzasi um die Wette. Damit wiederholte der Italiener seine Platzierung beim ersten Stopp der Slopestyle World Championship 2018 in Rotorua.

„Ich bin total happy. Mein Ziel war es, unter die Top fünf zu kommen, aber Platz drei ist natürlich noch besser“, so der 24-Jährige. „Nach dem Sturz im ersten Lauf war ich ein wenig enttäuscht und verärgert. Im zweiten Run wollte ich ein bisschen was Neues probieren – und es hat super geklappt.“

Mit dem heutigen Ergebnis kommt Bewegung in die Gesamtwertung der Crankworx FMBA Slopestyle World Championship. Rheeder, der den Crankworx Rotorua Slopestyle in Memory of McGazza in Rotorua gewann, führt die Wertung mit 1900 Punkten an. Rogatkin liegt jetzt mit 1656 Punkten auf Rang zwei, knapp vor Caverzasi. Nach seinen beiden Podestplätzen in Rotorua und Innsbruck hat der Italiener bereits 1600 Punkte erreicht.

Schlag auf Schlag geht es für die Slopestyle-Weltelite weiter: Der dritte Stopp der Crankworx FMBA Slopestyle World Championships findet bereits nächsten Samstag bei Crankworx Les Gets statt. Dort will Caverzasi laut eigenen Angaben alles probieren, um es in der Gesamtwertung auf Rang zwei schaffen.

Doch vor der Action in Les Gets steht morgen, Sonntag noch der iXS Innsbruck Downhill presented by Raiffeisen Club auf dem Programm. Hier messen sich die weltbesten Downhiller mit den Local Heroes im letzten Bewerb von Crankworx Innsbruck 2018.

Get the times and details for all live webcasts during Crankworx Innsbruck HERE: https://www.crankworx.com/innsbruck/schedule/


Drei Wiederholungssieger am dritten Tag von Crankworx Innsbruck

Whips, Flips, Speed und Style: Vorjahressieger Lemoine, Reboul und Brown erneut unschlagbar

INNSBRUCK, ÖSTERREICH 15. Juni 2018 – Beim Mons Royale Dual Speed & Style Innsbruck geht es klarerweise um Speed und Style – aber nicht nur das. Neben diesen beiden Elementen spielte am Freitag auch ein dritter Faktor beim Wiederholungssieg des Franzosen Tomas Lemoine eine wesentliche Rolle: die Fitness.

Crankworx Innsbruck
© Lemoine and Reynolds Fraser Britton photo

„Man muss unbedingt fit sein“, so Lemoine, der am Freitag neben dem Training und Qualifying für das Finale des Mons Royale Dual Speed & Style auch noch ein Training für den Slopestyle-Bewerb am Samstag absolvieren musste. „Es ging gleich in der Früh los und dauerte bis jetzt. Ich bin mit dem Ergebnis total zufrieden – aber ich bin auch froh, dass ich endlich ein wenig relaxen kann!“

Lemoine war den ganzen Tag schnell unterwegs. Im Finale gegen Sam Reynolds (GBR) setzte er sich in beiden Runs in den Kategorien Speed und Style durch, nicht zuletzt dank Tricks wie einem 360 Double Barspin-To-X-Up. Für Reynolds war Platz zwei eine Steigerung gegenüber seinem Vorjahresergebnis, als er hier in Innsbruck Dritter wurde.

Allein der Weg ins Finale gestaltete sich für Reynolds äußerst spannend. Beim ersten Lauf in seinem Semifinale mit Greg Watts (USA), dem Crankworx Whistler Slopestyle Champion von 2009, kamen die beiden Fahrer fast zeitgleich ins Ziel. Mit einem fetten Flip Bar Bar Back Bar und 100 Punkten in der Kategorie Style lag Watts nach dem ersten Run hauchdünn in Führung.

„Den Trick habe ich bisher fast nur im Foampit gelandet“, erzählt Watts. „Ich träume schon lange davon, ihn in einem Contest zu zeigen. Vor rund sechs Monaten habe ich den Trick gemacht. Ich wollte ihn hier gleich beim ersten Kicker machen, aber es ging daneben. Da war ich richtig angefressen und habe durch die flachen Kurven mit mir selbst ein wenig geschimpft. Beim zweiten Kicker dachte ich: ‚Hoffentlich habe ich hier genug Airtime‘. Gott die Dank ist alles gut gegangen.”

Im zweiten Lauf glich Reynolds seinen kleinen Rückstand vom ersten Run aus und lag am Ende genau punktgleich mit Watts – ein absolutes Novum beim Crankworx Dual Speed & Style. Laut Regelwerk gewinnt in solchen Situationen der Rider mit der schnelleren Zeit im zweiten Lauf. Damit stieg Reynolds ins Finale auf. Watts konnte sich immerhin über Platz drei freuen: Im Kleinen Finale setzte er sich gegen Tom van Steenbergen (CAN) durch.

Crankworx Innsbruck
© Reboul Fraser Britton photo

Am dritten Tag von Crankworx Innsbruck gab es neben drei Wiederholungssiegen auch einige Überraschungen. Dem Gewinner des Dual Speed & Style in Rotorua, Martin Söderström (SWE), wurde ein Nac-Nac im Whip-Off wenige Stunden vor dem Dual Speed & Style zum Verhängnis. Der Schwede stürzte bei der Landung und konnte beim Dual Speed & Style nicht an den Start gehen. Ein weiterer Star, Joe Simpson (NZL), Zweiter hinter Söderström in Rotorua im März, musste sich in der Round of 32 dem Franzosen Adrien Loron geschlagen geben. Nur eine Runde später war auch für Loron Endstation: Der Sieger des Dual Speed & Style Whistler 2017, der dieses Jahr Dritter in Rotorua wurde, zog in der Round of 16 den Kürzeren.

Mit den Ergebnissen der heutigen Bewerbe wird es wieder richtig knapp zwischen Loron und Lemoine im Kampf um den Titel King of Crankworx 2018. Durch sein frühes Ausscheiden im Dual Speed & Style hat Loron die Chance verpasst, von Platz vier in der Gesamtwertung einen Sprung nach oben zu machen. Lemoine liegt jetzt auf Rang zwei und nur 150 Punkte hinter dem Neuseeländer Sam Blenkinsop. Am Samstag will Lemoine beim Crankworx Innsbruck Slopestyle presented by Kenda erneut punkten. Mit einer starken Leistung am Sonntag beim iXS Innsbruck Downhill presented by Raiffeisen Club könnte Blenkinsop seinen Vorsprung an der Spitze ausbauen.

Wenige Stunden vor dem Dual Speed & Style fanden am frühen Nachmittag hoch oben am Berg neben dem Speichersee die OAKLEY Official Alpine Whip-Off Championships presented by SPANK statt. Der ursprünglich für Mittwoch geplante Bewerb musste wetterbedingt auf Freitag verschoben werden – eine Entscheidung, die sich voll und ganz auszahlte: Bei Kaiserwetter und sommerlichen Temperaturen wurde vor einer spektakulären Bergkulisse und begeisterten Fans um die Wette „gewhippt“. Im Jam-Session-Format gewannen die beiden Vorjahressieger Louis Reboul (FRA) und Casey Brown (CAN) erneut.

Crankworx Innsbruck
Watts and van Steenbergen © Fraser Britton photo

„Beim Whip-Off geht es einfach um Spaß und Stimmung“, so Reboul. „Es gibt keinen Druck – jeder Rider will einfach sein Bestes geben und die Zuschauer unterhalten. Wir sind alle gute Freunde und fahren unheimlich gerne zusammen.“

Platz zwei bei den Damen ging an Vaea Verbeeck (CAN), die sich damit ihren ersten Podestplatz bei einem Whip-Off sicherte.

„Das war richtig smooth, richtig cool. Der Bewerb hat echt total Spaß gemacht“, freute sich Verbeeck. Nach einem Schlüsselbeinbruch beim Saisonauftakt im März steigt die Kanadierin beim zweiten Stopp der Crankworx World Tour in Innsbruck wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Den ersten Whip-Off des Jahres in Rotorua musste sie verletzungsbedingt auslassen. „Ich bin eigentlich seit dem Winter keine großen Kicker mehr gesprungen. Es ist ein gutes Gefühl, wieder dabei zu sein.“

Mit 100 Punkten für ihren Sieg im Whip-Off rückt Brown im Kampf um den Titel Queen of Crankworx 2018 etwas näher an die Gesamtführende Jill Kintner (USA) heran. Beim Downhill am Sonntag könnte sie ihren Rückstand weiter verkürzen. Derzeit führt Kinter die Wertung mit 715 Punkten an, Brown liegt bei 525 Punkten.

Doch bevor sich die weltbesten Downhiller am Sonntag messen, steht am Samstag der zweite Stopp der Crankworx FMBA Slopestyle World Championship in Innsbruck am Programm. Der Bewerb wird am Samstag, 16. Juni ab 15:30 MESZ live auf Red Bull TV und Crankworx.com übertragen.

Die Uhrzeiten und alle Details rund um den live Webcast während Crankworx Innsbruck gibt es HIER: https://www.crankworx.com/event-fr/dual-speed-style/

Innsbruck Pump Track Challenge: Wiederholung und Wiedergutmachung zum Auftakt der Crankworx-Action in Europa
Chaney Guennet erneut unschlagbar in Innsbruck, Jill Kintner setzt sich gegen neue Rivalin durch

RockShox Innsbruck Pump Track Challenge
Podium RockShox Innsbruck Pump Track Challenge © shootandstyle

INNSBRUCK, ÖSTERREICH 15. Juni 2018 – Bei der RockShox Innsbruck Pump Track Challenge am Donnerstagabend dominierten die großen Namen der Pumptrack-Szene das Geschehen. Bei den Damen und den Herren zeichneten sich am Ende des Bewerbs jeweils ein extrem ausgeglichenes Finale ab, doch im ersten Lauf wurde dem amtierenden King of Crankworx und dreifachen Pump Track World Champion Adrien Loron (FRA) eine Steilkurve zum Verhängnis. Am oberen Rand der steilen Linkskurve rutschte der Franzose weg und kam zum Sturz. Damit war der Weg frei für seinen Gegner und Landsmann, Chaney Guennet, der mit einem sauberen zweiten Lauf nichts anbrennen ließ. Guennet wiederholte damit seinen Sieg in Innsbruck vor einem Jahr und schaffte es nach Platz zwei bei Crankworx Rotorua im März erneut ganz oben aufs Podest.

„Total cool“, freute sich Guennet nach dem Finale. “Adrien ist auch Franzose und hat sehr viel Unterstützung. Heute habe ich aber für diesen Sieg hart gearbeitet!“

Trotz seiner Niederlage im Finale war Loron mit Platz zwei in Innsbruck durchaus zufrieden. Seit seinem Sieg vor einem Jahr in Les Gets hat der Franzose bei keinem der letzten drei Crankworx-Stopps aufs Podest fahren können.

„Das ist ein tolles Gefühl, auch wenn ich natürlich gern gewonnen hätte“, so Loron. „Mit Platz zwei bin ich ziemlich zufrieden.” Platz drei in der Kategorie Pro Men ging an Austin Warren (USA).

Der nächste Pumptrack-Bewerb steht schon vor der Tür: In genau einer Woche haben sowohl Guennet als auch Loron Heimvorteil bei der RockShox Les Gets Pump Track Challenge. Loron freut sich schon auf eine Fortsetzung ihrer Rivalität.

RockShox Innsbruck Pump Track Challenge
Jill Kintner RockShox Innsbruck Pump Track Challenge © Fraser Brittonphoto

„Das wird glaube ich ein schöner Kampf“, so Loron zur Neuauflage seines Duells mit Guennet. „Ich mag ihn. Er ist ein cooler Typ und ein toller Fahrer. In Les Gets werde ich alles geben, um ihn zu schlagen.“

Nach seinem zweiten Platz in Innsbruck liegt Loron auf Rang vier in der Gesamtwertung für den Titel King of Crankworx, gleichauf mit dem ehemaligen Gesamtsieger Tomas Slavik (CZE).

Auf dem Pumptrack mit spektakulärer Alpenkulisse gab es auch bei den Damen Stimmung und Action pur. In einem packenden Bewerb gingen die Podestplätze an die amtierende Queen of Crankworx, einen Shootingstar der Szene sowie an eine junge Österreicherin, die im Alter von nur 16 Jahren bereits Legendenstatus in ihrer Heimat genießt.

Nach der äußerst knappen Niederlage im Finale vor einem Jahr gegen Caroline Buchanan (AUS) hatte Jill Kintner (USA) mit Innsbruck noch eine Rechnung offen. 2018 heißt ihre größte Rivalin auf dem Pumptrack allerdings nicht Caroline Buchanan, sondern Kialani Hines (USA). Im Finale konnte sich Kintner knapp gegen die 20-Jährige durchsetzen und sicherte sich damit ihren 28. Sieg bei Crankworx. Nach der Endrunde zollte Kintner ihrer Gegnerin Respekt. Erfahrung und absoluter Siegeswille seien laut Kintner im Duell um den Sieg entscheidend gewesen.

„Ich will niemals verlieren. Punkt. Das motiviert mich enorm“, so Kintner. „Diese Disziplin sieht vielleicht einfach aus, doch sie erfordert viel Kraft und perfektes Timing. Kialani ist super schnell unterwegs, aber dieser Moment im Scheinwerferlicht mit dem ganzen Druck … das liebe ich einfach. Solche Momente sind für mich das Beste an einem Wettkampftag – wenn es im Finale um alles geht.“

RockShox Innsbruck Pump Track Challenge
Chaney Guennet RockShox Innsbruck Pump Track Challenge © Fraser Brittonphoto

Das Finale in Innsbruck war eine Neuauflage der Endrunde in Rotorua. Dort setzte sich Hines ebenfalls im ersten Run durch, wurde aber wie auch in Innsbruck im zweiten Lauf von Kintner überholt.

Platz drei ging an Publikumsliebling Valentina Höll aus Österreich. Außer Atem nach ihrem Sieg im kleinen Finale, rang die 16-Jährige um die richtigen Worte. Es sei, so Höll, das erste Mal live im Fernsehen und ihr erster Podestplatz bei einem Elite-Bewerb.

„Mein Ziel war die Qualifikation. An einen Podestplatz habe ich gar nicht gedacht. Das macht den Abend aber natürlich noch schöner“, freute sich die Österreicherin. „Vor Heimpublikum eine so starke Leistung zu zeigen, ist natürlich sehr cool. Crankworx richtet die besten Events der Welt aus. Es ist ein unglaubliches Gefühl, neben den besten Fahrerinnen der Welt auf dem Podest zu stehen.“

Mit ihrem Sieg in Innsbruck baut Kintner ihren Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Im Kampf um den Titel Queen of Crankworx 2018 führt die US-Amerikanerin mit 715 Punkten das Feld an, fast 300 Punkte vor Casey Brown (CAN) auf Rang zwei. Hines, die auch nächste Woche in Les Gets an den Start gehen will, liegt jetzt auf Platz vier hinter Vaea Verbeeck (CAN).

Heute, Freitag, steht bei Crankworx Innsbruck mit den OAKLEY Official Alpine Whip-Off Championships presented by SPANK und dem Mons Royale Dual Speed & Style Innsbruck (live auf crankworx.com am 15. Juni ab 17:30 MESZ) doppelte Sport-Action am Programm.

Details zu den Webcast-Zeiten während Crankworx Innsbruck gibt es HIER https://www.crankworx.com/innsbruck/schedule/

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