BMW HERO Südtirol Dolomites 2019

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Hero © Freddy Planinschek

Bei der 10. Auflage des BMW HERO Südtirol Dolomites triumphieren Paez und Fumagalli. Und ab 2020 findet der HERO auch in Dubai und Thailand statt.

BMW HERO SÜDTIROL DOLOMITES:
LEONARDO PAEZ UND MARA FUMAGALLI BREITEN DIE FLÜGEL AUS UND FLIEGEN BEI AUFLAGE NR. 10 ALS SIEGER INS ZIEL

In der Hall of Fame des BMW HERO Südtirol Dolomites stehen seit seiner zehnten Auflage heute auch die Namen von Hector Leonardo Paez Leon und Mara Fumagalli, die auf den 86 und 60 km langen Strecken einmal rund um das Sellamassiv erfolgreich waren.
Über 4.000 Mountainbiker aus 41 Ländern hatten sich am Start präsentiert. Zum Beweis der Internationalität des Rennens haben die Veranstalter außerdem die Gründung der HERO World Series bekanntgegeben: Im Jahr 2020 können die HEROes ihr Können außer in den Dolomiten auch bei zwei Rennen in Dubai und Thailand unter Beweis stellen.
Gerhard Vanzi: „Der HERO ist nicht mehr nur ein Rennen, sondern eine Marke von starker internationaler Ausrichtung.“
Wolkenstein (BZ), 15. Juni 2019 – Ein großer Moment in der Geschichte des BMW HERO Südtirol Dolomites war die zehnte Auflage, bei der heute Morgen in Wolkenstein 4.019 Mountainbiker am Start waren, um auf den zwei gewohnten (und mittlerweile berühmten), 86 und 60 km langen Strecken rund um das Sellamassiv gegeneinander anzutraten.

Das Ranking der Männer in der Elite-Kategorie wurde zum sechsten Mal von Hector Leonardo Paez Leon vom Team MABE ASD dominiert, der die lange, extrem anstrengende Strecke über Grödner Joch, Campolongo-Pass, Pordoijoch und Mahlknechtjoch mit einer Gesamt-Höhendifferenz von 4.500 m in der Zeit von 4:30.52 schaffte. Ihm auf den Fersen waren Urs Huber vom Team BULLS, der 4:34.55 benötigte, während auf Platz drei Diego Alfonso Arias Cuervo von Team MABE ASD mit einer Zeit von 4:35.31 das Ziel erreichte.

„Ich freue ich sehr über diesen sechsten Sieg. Heute war es nicht leicht zu gewinnen, aber ich fühlte mich in Form und habe mich daher gleich am ersten Anstieg, auf einem etwas härteren Abschnitt, nach vorne abgesetzt“, erzählte Leonardo Paez und verriet noch mehr: „Eigentlich hatte ich das nicht so geplant, aber das Terrain war rutschig, und meine Konkurrenten haben eine andere Spur gewählt. Dadurch konnte ich ein paar Meter gewinnen und den Vorsprung auch halten, weil die anderen zurückgefallen sind. Und so bin ich halt gleich vorneweg gefahren.“
Wie bei jedem Langstreckenrennen, zählt auch beim HERO die richtige Wettkampfstrategie. „Ich hatte mir vorgenommen, genügend Vorsprung rauszuholen, um die erste Abfahrt vom Grödner Joch in Ruhe angehen zu können, und das ist mir auch gelungen“, so Leonardo. „Bei der Abfahrt vom Mahlknechtjoch war ich dann aber zu leichtsinnig und bin in einer Kurve ausgerutscht. Jetzt habe ich ein paar Abschürfungen an Bein und Arm, aber das ist nicht so wichtig… vor allem, weil ich ja dann doch gewonnen habe!“

GIRL POWER
Der BMW HERO Südtirol Dolomites zählt zu den internationalen Rennen der UCI Marathon Series, weshalb die Elite-Damen auf der 60 km langen Strecke mit einem Höhenunterschied von 3.200 m unterwegs waren. Gewonnen hat bei den Frauen Mara Fumagalli vom Team A.S.D. EVOLUTION TEAM, die für die Strecke 3:54.15 benötigte und Sini Alusniemi vom Team Augment Sports auf Platz zwei verwies. Dritte auf dem Damen-Treppchen war Katazina Sosna vom Team A.S.D. TORPADO-SÜDTIROL INTERNATIONAL MT, die nach 3:56.45 ins Ziel kam.

“Ich wollte unbedingt den HERO im Trikot mit den italienischen Nationalfarben gewinnen, und endlich habe ich es geschafft! Für mich ist es das ein ganz, ganz großer Sieg, der mir fast so viel bedeutet, als hätte ich die WM gewonnen“, freute sich Mara Fumagalli im Zielraum. „Im Vergleich zum letzten Jahr war ich viel motivierter und bin gut trainiert gestartet. Ich wollte einfach unbedingt gewinnen.“ Kurz vor dem Ziel stockte den Zuschauern bei der Live-Übertragung der Atem, als die Mountainbikerin aus dem lombardischen Lecco auf einmal aufhörte, in die Pedale zu treten und sich ihren Oberschenkel massierte. „Auf den letzten fünf Kilometern hatte ich echte Krämpfe, aber habe einfach die Zähne zusammengebissen bis ins Ziel, wo die HERO-Organisatoren schon die italienische Flagge für mich bereitgehalten haben!“

219 Frauen sind dieses Jahr den HERO gefahren; das entspricht 5% aller Teilnehmer. Eine Zahl, die angesichts des Einsatzes, den das Rennen erfordert (der HERO gilt im Hinblick auf das Verhältnis von Streckenlänge und Höhenunterschied als härtester Marathon der Welt), beweist, dass auch Frauen von dieser Veranstaltung angezogen werden.

Und noch etwas aus der Welt der Statistik: Die italienische Provinz, die beim HERO 2019 die meisten Fahrer stellte, war Rom: 180 Fahrer kamen aus der Hauptstadt.

Hero © Freddy Planinschek
Hero © Freddy Planinschek

HERO WORLD SERIES 2020
Kaum ist der BMW HERO Südtirol Dolomites vorbei, denken alle schon ans kommende Jahr, denn dann gibt es ein paar wichtige neue Daten für die Kalender der Globetrotter-Mountainbiker: Die HERO-Organisatoren haben die Gründung des internationalen Circuits HERO WORLD SERIES bekanntgegeben. Es geht los mit einem HERO in Hatta in der Wüste von Dubai vom 6. bis 8. Februar, während der Abschluss der Serie vom 8. bis 10. Oktober 2020 in Chiang Rai in Nordthailand stattfindet.

In der Mitte zwischen den beiden Veranstaltungen treten die Mountainbiker dann wie gewohnt beim HERO Dolomites an; Termin ist der Samstag, 20. Juni 2020. „Ein Circuit, der drei Kontinente verbindet und der neben dem rein sportlichen Aspekt auch eine Gelegenheit bieten soll, auf dem Sattel des Mountainbikes neue Kulturen zu entdecken“, präzisierte Gerhard Vanzi, die treibende Kraft hinter dieser neuen Initiative.

Die Partnerschaft mit Specialized hat dem BMW HERO Südtirol Dolomites auch eine besondere Ehre verschafft: die Teilnahme von Ned Overend, dem Amerikaner, der das Mountainbiking gewissermaßen miterfunden hat und der 1990 im amerikanischen Durango die erste MTB-WM gewonnen hat. Im Alter von 64 Jahren hat Ned Overend in Wolkenstein seine gute Kondition bewiesen und die 86 km lange HERO-Strecke in einer Zeit von 6:13’05’ geschafft – zwei Stunden mehr als der Sieger. Good job, Ned!

RANGLISTE BMW HERO SÜDTIROL DOLOMITES HERREN (86 KILOMETER):

  1. HECTOR LEONARDO PAEZ LEON (CO) – MABE ASD – 4:30.52,3
  2. URS HUBER (CH) – TEAM BULLS – 4:34.55,2
  3. DIEGO ALFONS ARIAS CUERVO (IT) – MABE ASD – 4:35.31,7
  4. SAMUELE PORRO (IT) – TEAM TREK-SELLE SAN MARCO-TONE – 4:37.09,1
  5. TONY LONGO (IT) – ASD FOL – 4:38.15,8
  6. ALEKSEY MEDVEDEV (RU) – A.S. D. CICLI TADDEI – 4:39.16,7
  7. FABIAN RABENSTEINER (IT) – TEAM TREK-SELLE SAN MARCO-TONE – 4:40.58,2
  8. JOHNNY CATTANEO (IT) – ASD FOL – 4:43.05,4
  9. SASCHA WEBER (DE) – MALOJA-ROCKY MOUNTAIN – 4:43.23,4
  10. MATTIA LONGA (IT) – G.S. SCOTT RACING TEAM – 4:43.45,7

RANGLISTE BMW HERO SÜDTIROL DOLOMITES DAMEN (60 KILOMETER)

  1. MARA FUMAGALLI (IT) – A.S.D. EVOLUTION TEAM – 3:54.15,6
  2. SINI ALUSNIEMI (FI) – AUGMENT SPORTS – 3:55.40,9
  3. KATAZINA SOSNA (IT) – A.S.D. TORPADO-SÜDTIROL INTERN – 3:56.45,3
  4. ELENA GADDONI (IT) – A.S.D. CICLI TADDEI – 4:00.51,1
  5. BLAZA PINTARIC (SI) – PINTATIM – 4:12.34,0
  6. ANGELIKA TATZREITER (AT) – KTM MTB FACTORY TEAM – 4:13.58,1
  7. MARIA CRISTINA NISI (IT) – NEW BIKE 2008 – 4:14.55,1
  8. GAIA RAVAIOLI (IT) – CX SMP TEAM A.S.D. – 4:16.16,6
  9. MICHALINA ZIOLKOWSKA (PL) – CST 7RMTB TEAM – 4:18.41,2
  10. SILVIA SCIPIONI (IT) – ASD CICLI TADDEI – 4:20.51,3

Die vollständigen Ranglisten und alle Teilzeiten finden sich unter: www.herodolomites.com

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