TrailXperience: Mitternachts-Mountainbiken in Finnland

Biken in der Mitternachtssonne © Andreas Kern
Biken in der Mitternachtssonne © Andreas Kern

Die spinnen, die Finnen!
Fünf Mal Angeberwissen über Finnland. Und ein Reisetipp.

1. Wissenschaftlich nachgewiesen: Finnland macht happy.
In Finnland leben die glücklichsten Menschen Europas. Zumindest, wenn man dem „World Happiness Report“ glaubt. Woran das liegt? Vielleicht am Bildungssystem, um das Finnland von allen auf dem schiefen Bildungsturm von PISA wackelnden Ländern beneidet wird? Oder am 3310 von Nokia? Wohl kaum. Eher, weil die Finnen so nah am Wasser gebaut haben. Also an einem der 188.000 Seen. Oder weil sie in vier von fünf Teilen Finnlands den Wald vor Bäumen nicht sehen. Interessant: Jeder See und erst recht jeder Baum ist kommunikativer als der Finne.

*2. Reden ist Silber, Schweigen ist finnisch.
Was der Finne hasst: Smalltalk. Mehr als drei Menschen – er selbst mitgerechnet – im Kino. Und Schweden. „Was ist der Unterschied zwischen Schweden und Moskitos? Moskitos nerven nur im Sommer!“ Was der Finne liebt: Schweigen – und das kann jeder hier oben fließend. Saunen (auf fünf Millionen Finnen kommen drei Millionen Saunen). Und Saufen. Natürlich auch Schnaps, vor allem aber Kaffee. Aus zwölf Kilogramm Bohnen brüht sich der Finne pro Jahr mehr Kaffee als jeder andere Europäer. Was murmelt der Finne in die Kaffeetasse? „Hello darkness, my old friend.“

3. Auch die Finnen haben ihren „Black Friday“. Von Oktober bis März.

Als Gott sagte „Es werde Licht!“ vergaß er Finnland. Jedenfalls geht die Sonne hier oben im Oktober unter – und erst im März wieder auf. Vielleicht gibt es ob der langen Nacht in Finnland so viele Dark-Metal-Bands. Apropos: In Finnland kommen auf eine Millionen Menschen 630 Metal-Bands. In der Türkei nur sechs. Aber das ist eine andere Geschichte. Aber wo viel Schatten, ist auch viel Licht. Folglich geht die Sonne zur finnischen Mittsommernacht nicht mehr unter. Es ist schon skurril, nachts um zwei mit dem Bike durch den Nationalpark Syöte zu rollen (siehe Reisetipp unten).

4. Finnland ist das wirksamste Mittel gegen Stress.
„Wenn du mich suchst: Bin im Wald!“ Endlose Wälder, kristallklare Seen, reinste Luft: Das sauberste und grünste Land der Welt ist Balsam für die Seele. Vor allem um Midsommer, wenn sich Finnisch-Lappland drei Monate im Sonnenlicht badet. Und zwar 24 Stunden am Tag. Kein Wunder, dass die Finnen dann quasi rund um die Uhr draußen sind. Beim Sporteln, beim Angeln, beim Saunieren, beim Schweigen in den Wäldern. Wie das Land, so die Sprache: finnisch drollig.  „Kalsarikännit“ zum Beispiel bedeutet: sich alleine zuhause betrinken. In Unterwäsche. Na denn „kippis!“

5. Eine andere Welt, aber unerwartet schnell erreichbar.
Bestes Basislager in Finnisch-Lappland: das Hotel „Iso-Syöte“. Das thront 200 Meter über den Wäldern des Syöte-Nationalparks. In der Polarnacht fährt man hier Ski, im Midsommer Mountainbike. Eine Weltreise? „Ei!“ (nein!). In zwei Stunden fliegt man etwa von Hamburg nach Helsinki. Und dann in einer Stunde weiter nach Oulu, dem Tor nach Lappland. Von hier geht’s mit Bus oder Hotelshuttle stur nach Nordosten. Zum höchsten „Berg“ weit und breit. Und dem einzigen Bikehotel Finnlands. Aber Obacht! Wenn man Plakate mit Putins Gesicht sieht, ist man 100 Kilometer zu weit gefahren.

Reisetipp: Mitternachts-Mountainbiken im einzigen Bikehotel Finnlands
Pekka Tahkola ist Vorzeigefinne: Rauschebart, um den ihn sogar Nikolaus beneidet, sehr beeindruckende Bauchmuskeln – und fit wie Paavo Nurmi. Nur auf dem Mountainbike statt auf der Aschenbahn. Bikeguide Pekka kennt rund ums Bikehotel Iso-Syöte jeden schmalen Weg mit Vornamen. Und davon gibt es unendlich viele. Wer mit ihm auf mittsommernächtliche Singletrailtour durch den Nationalpark Syöte gehen will, bucht beim deutschen Reiseveranstalter „TrailXperience Bike. Nature. Soul.“ eine Lappland-Erlebnis-Woche. Neben Mountainbiketouren (gerne auch mit dem E-MTB, perfekt für Einsteiger und Fortgeschrittene) lernt man natürlich auch das echte Finnland – siehe Punkt 1 bis 5 – in all seinen Farben kennen. Diese Woche ist nämlich viel mehr als „nur“ eine Fahrradreise. Sie ist ein Tieftauchkurs in die finnische Seele.

TrailXperience ist der Spezialist für Mountainbike-Erlebnisreisen, Singletrailreisen und MTB-Fahrtechnikcamps. Unter dem Motto „Bike. Nature. Soul“ bietet der Reiseveranstalter aus Lenggries diesen Sommer zwei Finnland-Trips für Aktivurlauber an, die das Außergewöhnliche lieben.
Termine: 27. Juni bis 06. Juli sowie 18. bis 25. Juli 2020
Preis: ab 1.590 Euro

Mehr Informationen unter www.trailxperience.com

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