Pidcock gewinnt zweites WM-Gold, Vali Höll und Vergier zeigen bei der DH-Qualifikation, was sie draufhaben

Vali Höll Epic Gap Jump © Stefan Voitl - Saalfelden Leogang
Vali Höll Epic Gap Jump © Stefan Voitl - Saalfelden Leogang

Saalfelden Leogang im Salzburger Land, Österreich, 09. Oktober 2020 – Der Dritte Tag der WM ist vollbracht. Der Brite Thomas Pidcock gewinnt nach seinem WM-Gold beim E-MTB überlegen eine zweite Gold-Medaille bei den U23 Cross-Country Herren. Die Qualifikationen beim Downhill geben einen ersten Eindruck auf die Top-Favoriten für Sonntag. Lokalmatadorin Valentina Höll siegt beim Qualifying souverän und hatte dabei sogar eher „das Gefühl langsam zu sein“.

Pidcock zweimal in Folge: Nächste Goldmedaille für Großbritannien

In Wiederholung des Weltcup-Rennens der letzten Woche in Nové Město sollten auch bei der WM Thomas Pidcock (GBR) und Christopher Blevins (USA) den U23 Cross-Country-Wettkampf unter sich ausmachen. Der junge Brite beeindruckte mit einer mehr als dominanten Leistung und sicherte sich seine zweite Goldmedaille in dieser Woche. Bereits nach zwei Runden waren Pidcock und Blevins ihren Verfolgern über zwei Minuten voraus.

Zu Beginn des Rennens hatte der Amerikaner die Nase leicht vorne, während Pidcock ihm dicht auf den Fersen blieb. Nach zwei Runden ging der Engländer dann in Führung und baute diese mächtig aus. Schlamm und Matsch schienen ihm nicht das Geringste auszumachen. Pidcock zeigte darüber hinaus großes taktisches Gespür und schien genau zu wissen, wann er sich Pausen und Stopps in der Tech Zone leisten kann.

Nach seinem schlussendlich ungefährdeten Sieg nach 1:08:15 Stunden sprang er vom Bike und reckte es jubelnd mit beiden Armen in die Höhe.

Mit Silber sicher und Gold außer Reichweite bot Blevins auf der Zielgeraden den anwesenden Fotografen ein bisschen Entertainment und fuhr kurz vor der Zielgeraden spektakulär im Manual (1:10:07).

Joel Roth (SUI) beendete das Rennen als Dritter mit 1:11:20, mehr als 15 Sekunden vor dem Viertplatzierten Simone Avondetto (ITA), der wiederum 16 Sekunden vor dem Kanadier Sean Fincham das Ziel erreichte.

Christopher Blevins: „Trotz allem, was gerade los ist, hier bei der Weltmeisterschaft antreten zu können, ist einfach nur großartig. Ich habe nichts als Respekt für die Organisatoren und jeden Helfer, der das hier ermöglicht. Das wir heute in Leogang sind, hat den Sport am Leben gehalten. Das ist etwas ganz Besonderes.“

Das Downhill Qualifying der UCI 2020 Mountainbike Weltmeisterschaft hat den lang ersehnten ersten echten Einblick geliefert, wer wo steht und mit wem am Sonntag auf dem Podium zu rechnen sein wird. Der viermalige Weltmeister Loic Bruni (FRA), der Südafrikaner Greg Minnaar, der hier 2012 den Titel holte oder Aaron Gwin (USA), dessen „Chainless Run“ hier in Leogang niemals vergessen wird, gehören zu den Favoriten. Neben der „alten“ Garde gibt es aber auch einige Young Guns, wie Laurie Greenland (GBR), David Trummer (AUT) oder Finn Iles (CAN), die mit Sicherheit Chancen aufs Podium haben. Bei den Junioren haben sich Luke Meier-Smith (AUS) und Matthew Sterling (GBR), aber auch Gabriel Wibmer (AUT) einiges vorgenommen. Gerade zu Beginn der Quali haben die Junioren beachtliche Zeiten vorgelegt, die insbesondere bis zum ersten Split auch in der Elite Kategorie bestanden hätten.

Rasante Downhill Qualifikation gibt Vorgeschmack für Sonntag

Greg Minnaar (19. in der heutigen Qualifikation): „Meine Quali war nicht ideal. Ich habe mich gut gefühlt und hatte einen guten Start, aber bin kurz vor dem ersten Split in einer Furche hängengeblieben und vom Kurs abgekommen. Ich habe danach noch ein paar kleinere Fehler gemacht, aber ich bin heil unten angekommen. Die neuen Abschnitte gefallen mir richtig gut. Leogang gibt sich richtig Mühe mit dem Track – das ist eine großartige WM-Strecke. Sie ist abwechslungsreich, die verschiedenen Bodenarten erfordern unterschiedliche Riding-Styles und es wird schwer einen Gewinner vorherzusagen. Meine Erwartung für Sonntag: Definitiv eine Medaille. Hoffentlich die, die so schön Gold glänzt. Aber das wird ein hartes Stück Arbeit.

Bei den Donwhill Damen liegen Österreichs Medaillenhoffnungen auf Lokalmatadorin Valentina Höll, die das WM-Klassement bei ihrer Elite-Premiere ganz schön durcheinanderbringen konnte. Vali Höll und Tahnée Seagrave (GBR) – WM-Zweite 2019 – werden alles versuchen, den erneuten Triumph von Myriam Nicole (FRA) zu verhindern und kämpfen selbst für das Regenbogen-Jersey. Auch mit der starken Marine Cabirou (FRA) dürfte am Sonntag zu rechnen sein. Die Deutsche Meisterin Nina Hoffmann ist letztes Jahr beim Weltcup in Leogang auf den zweiten Platz gefahren und hat heute die Qualifikation trotz zweier Stürze in den Top Ten beendet. Die Top 5 sind ihr erklärtes Ziel.

Bei den Juniorinnen werden alle Augen auf die Französinnen Leona Pierrini und Lauryne Chappaz gerichtet sein, die nach dem Qualifying ihren Medaillenanspruch besonders gegen Siel van der Velden (BEL) und Anastasia Thiele (GER) behaupten müssen.

Nina Hoffmann beendet die Qualifikation als Neunte: „Um ehrlich zu sein fühle ich mich nach der Quali nicht wirklich gut – ich bin zweimal gestürzt. Es ging oben eigentlich ganz gut los, aber dann lag ich gleich am Ausgang vom Motorway und dann unten in der neuen, schlammigen Sektion im Wald nochmal. Ich bin dabei auf mein Handgelenk gefallen, was jetzt auch bisschen geschwollen ist und wehtut. Aber das wird schon alles und so wie ich das jetzt nach den Split-Zeiten beurteilen kann, sollte eine Top 5 Platzierung am Sonntag drin sein. Für Sonntag ist es meiner Meinung nach am Wichtigsten auf dem Bike zu bleiben und einen sauberen Lauf runter zu bringen und sichere Linien zu wählen, die klappen und nicht unbedingt zu viel zu riskieren.“

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Ausblick für Samstag

Die ersten drei Tage der Weltmeisterschaft liegen hinter uns und das Wetter hätte unterschiedlicher nicht sein können. Zur Begrüßung der Rider am Mittwoch gab es eine Mischung aus kaltem Wind und sintflutartigem Regen, um die Athleten*innen schon mal für die schwierigen Bedingungen abzuhärten. Donnerstags und freitags folgten blauer Himmel und Sonnenschein. Am Wochenende stehen nun Regen und Schnee auf dem Programm. Die Rider müssen sich also unter Umständen auf komplett neue Bedingungen auf dem Track einstellen.

Der Samstag beginnt mit dem Kampf der U23 Cross-Country Damen ums Regenbogentrikot. Im Anschluss können die Downhiller – erst Junioren, dann Elite – nochmal praktische Erfahrung auf dem Speedster sammeln, bevor es dann am Sonntag ernst wird.

Die Höhepunkte des morgigen Tages sind mit Sicherheit die Cross-Country Finals über die olympische Distanz. Nacheinander gehen die Elite Damen und die Elite Herren auf die Jagd nach dem Edelmetall und müssen beweisen, wer mit unvorhersehbaren Bedingungen am besten zurechtkommt. Wird Pauline Ferrand-Prévot ihren Titel verteidigen? Können Jolanda Neff (SUI), Kate Courtney (USA) oder XCC-Ass Evie Richards (GBR) ihr die Goldmedaille nehmen? Bleibt Nino Schurter (SUI) die dominierende Kraft bei den Weltmeisterschaften? Haben Henrique Avancini (BRA), Simon Andreassen (DEN) oder Landsmann Mathias Flückiger (SUI) genug Körner im Tank Schurter vom Thron zu stoßen?

Männer Elite
Qualifikation
    
 NameLandZeitDifferenz
1Loris VergierFRA3:45.479 
2Loic BruniFRA3:46.597+1.118
3Finn IlesCAN3:50.262+4.783
     
Damen Elite Qualifikation    
NameLandZeitDifferenz
1Valentina HöllAUT4:35.662 
2Tracey HannahAUS4:38.313+2.651
3Myriam NicoleFRA4:49.911+14.249
     
Herren Junioren
Qualifikation
    
 NameLandZeitDifferenz
1Matthew SterlingGBR4:04.626 
2Christopher CummingIRL4:11.049+6.423
3Goncalo BandeiraPOR4:11.155+6.529
    
Damen Juniorinnen Qualifikation    
 NameLandZeitDifferenz
1Leona PierriniFRA5:46.560 
2Siel van der VeldenBEL5:50.074+3.514
3Anastasia ThieleGER5:56.669+10.109

Der offizielle Hashtag der Veranstaltung ist #Leogang2020, mit dem Sie sich über die neuesten Ereignisse auf dem Laufenden halten können.

Weitere aktuelle News, Termine und Informationen zu den Strecken des Epic Bikepark Leogang gibt es auf bikepark-leogang.com, instagram.com/BikeparkLeogang oder facebook.com/BikeparkLeogang

Für einen „runden Rad-Urlaub“ gibt es in Saalfelden Leogang spezielle Bike-Hotels wie den Salzburger Hof, Bio Hotel Rupertus, Hotel Bacher, Hotel Riederalm, Hotel Ritzenhof, Mama Thresl, Hotel Krallerhof, Hotel Forsthofalm und Hotel Der Löwe sowie kompetente Bike-Shops wie Sport Mitterer oder Sport 2000 Simon.

Zur Verbesserung der eigenen Fähigkeiten, für geführte Touren oder für Fahrtechniktraining bietet die Bikeschule Elements Outdoorsports ein umfangreiches Angebot an. Eine Liste aller bikefreundlichen Unterkünfte in der Region Saalfelden Leogang befindet sich hier: saalfelden-leogang.com/de/region-erleben/biken/bikefreundliche-betriebe.

Seit heuer ist Saalfelden Leogang mit Saalbach Hinterglemm und Fieberbrunn Österreichs größte Bikeregion

Wie im Winter durch den Skicircus wachsen Saalfelden Leogang, Saalbach Hinterglemm und Fieberbrunn nun auch im Sommer weiter zusammen – seit diesem Jahr zur größten Bikeregion Österreichs. Die Trails von Saalbach Hinterglemm sind vom Bikepark Leogang aus nur einen Katzensprung entfernt: Insgesamt sieben Berge, neun Bergbahnen und über 70 Kilometer Lines & Trails gibt es hier mit dem Bike zu entdecken.

Weitere Informationen zur Region Saalfelden Leogang gibt es auf:

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