24. August 2019

Ziener BIKE Festival Garda Trentino

Fabian Basel beim North Lake Enduro

Nachdem im Vorjahr erstmals die 40.000-Besucher-Schallmauer durchbrochen wurde, hat das 23. Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by MINI vom 29. April bis 1. Mai 2016 an den Erfolg des letzten Frühjahrs anknüpfen können und erneut dieselbe Masse an Mountainbike-Fans an den Gardasee gelockt.
Ein Grund für den großen Andrang war, neben den zahlreichen attraktiven Rennveranstaltungen wie dem Rocky Mountain BIKE Marathon, dem North Lake Enduro, dem RADON Pump Battle oder der SCOTT Junior Trophy, die mit mehr als 2.500 Aktiven ein großes Interesse verzeichneten, die bis dato größte Outdoor-Messe in der Geschichte des Festivals.
In Riva del Garda hatten 166 Aussteller und mehr als 300 Marken für eine Rekordkulisse gesorgt, in deren Rahmen nicht nur der Endverbraucher-Kontakt von Herstellern und Szene im Vordergrund stand, sondern auch die Präsentation zahlreicher neuer, innovativer Produkte, die den Auftakt in die europäische Mountainbike-Saison zu einem rundum gelungenen Event machten.
„Das vergangene Wochenende hat erneut gezeigt, wie wichtig das Festival am Gardasee für die Hersteller ist, um mit den Kunden direkt in Kontakt zu treten. Das belegt alleine schon die gestiegene Zahl an Ausstellern. Das Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by MINI ist aus der Szene einfach nicht mehr wegzudenken“, resümiert Mathias Ley.
Der Geschäftsführer der mit der Gesamtorganisation und Vermarktung betrauten Hamburger Agentur Ley Events GmbH konnte zudem den Termin für das nächste Jahr bestätigen.
Vom 28. April bis zum 1. Mai 2017 wird die große Outdoor-Messe erneut in Riva del Garda gastieren.

Thoma und Prokop sorgen für Favoritensiege beim North Lake Enduro
Riva del Garda, 1. Mai 2016 – Ines Thoma (GER, Canyon Factory) und Michal Prokop (CZE, Ghost Factory Racing) haben die Premiere des North Lake Enduro für sich entschieden, der heute als letzter Bewerb des Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by MINI 2016 bei verregneten und rutschigen Verhältnissen durchgeführt wurde.
Die Deutsche Meisterin von 2014 absolvierte die insgesamt fünf Stages des mit rund 1.400 Höhenmetern versehenen und im Vergleich zum Vorjahr komplett neuen Kurses im Alto Garda Bikepark in 21:09.39 Minuten und verwies damit bei den Frauen die beiden Ghost Factory-Athleten Lisa Policzka (GER, 23:02.09) und Franziska Meyer (GER, 23:22.66) mit deutlichem Vorsprung auf die Plätze zwei und drei.
Insgesamt konnte die 26-Jährige vier der fünf Stages dominieren, einzig im finalen Akt war Policzka 29 Sekunden schneller als die Gesamtsiegerin.
„Es war heute eigentlich nur auf den Steinen rutschig, sonst nicht. Mir hat die Streckenwahl sehr gut gefallen. Von daher bin ich sehr guter Dinge. Und ich schätze, jetzt kann mir das irische Wetter auch nichts mehr anhaben“, so die Allgäuerin, die in zwei Wochen in Glenealy County Wicklow beim dritten Stopp der Enduro World Series antreten wird.
Bei den Männern setzte sich Prokop, selbst mehrfacher Weltmeister, in einem hauchdünnen Entscheid gegen die Konkurrenz durch.
Der 35-Jährige aus Prag bewältigte den Kurs von Brentonico an der Nordschulter des Monte Altissimo bis zum Busatte oberhalb von Torbole in der Gesamtzeit von 16:48.88 Minuten und war damit gerade einmal 4.60 Sekunden schneller als Gustav Wildhaber (SUI, Cube Action Team, 16:53.48).
„Ich habe mir ein bisschen Sorgen gemacht, weil die Strecken hier am Gardasee bei Regen doch recht schwierig werden können und bin daher nicht volles Risiko gegangen. Das hat sich am Ende bezahlt gemacht“, erklärte der siegreiche Athlet der Elite-Men, der einzig auf der zweiten und dritten Stage ein paar Probleme hatte und Zeit auf die Konkurrenz einbüßte.
Das Podium der Männer rundete Matthias Stonig (AUT, MS-Mondraker Team, 16:59.64) als Dritter ab.
In der Masters-Klasse setzten sich Birgit Braumann (AUT, Trek Gravity Girls, 27:08.82) und Rene Wildhaber (SUI, Trek Factory, 16:50.33) durch.

Urs Huber glänzt im Rocky Mountain BIKE Marathon | Katazina Sosna schnellste Dame über Ronda Extrema | Jolanda Neff als Überraschungsgast
Riva del Garda, 30. April 2016 – Urs Huber (SUI) hat die Ronda Extrema des Rocky Mountain BIKE Marathons beim Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by MINI für sich entschieden. Der Schweizer Profi wiederholte seinen Erfolg von 2014 über die 90,43 km und 3.838 Höhenmeter rund um den Gardasee in 4:17.03,3 Stunden. Der Team Bulls-Fahrer blieb damit bei besten Mountainbike-Bedingungen sechs Minuten unter der Zeit von Vorjahressieger Kristian Hynek (CZE, Topeak Ergon), der sich als Elfter mit rund 20 Minuten Rückstand deutlich geschlagen geben musste.
Rang zwei und drei gingen an Alexey Medvedev (RUS, Trek Selle San Marco, 4:18.15,5) und Hermann Pernsteiner (AUT, Centurion Vaude, 4:20.25), die lange Zeit gemeinsam mit dem späteren Sieger das Rennen bestimmt hatten.
Das Trio hatte sich gemeinsam mit Ex-Weltmeister Roel Paulissen (BEL, Torpado Factory Team) bereits im ersten Anstieg hoch nach Calino vom restlichen internationalen Spitzenfeld, darunter der amtierende Weltmeister aus Österreich, Alban Lakata (Topeak Ergon), der am Ende noch Vierter wurde sowie der Olympiasieger von 2012, Radoslav Kulhavy (CZE, Specialized Racing), mit rund 45 Sekunden Vorsprung absetzen können.
In der Folge war es dann aber immer wieder Huber, der die Führungsarbeit übernahm und fortlaufend aufs Tempo drückte.
„Ich habe mich super gefühlt, außerdem konnten die Bedingungen auch nicht besser sein als heute. Ich habe ab dem ersten Anstieg das Rennen bestimmt, bin ohne Probleme über die Runden gekommen und habe alles unter Kontrolle gehabt. Ich habe auch in den letzten Anstiegen immer das Tempo hoch gehalten. Ich bin sehr glücklich, dass es in diesem starken Feld gereicht hat“, sagte Huber.
Nachdem im weiteren Verlauf Paulissen abreißen lassen musste und Pernsteiner in der finalen 500 Höhenmeter-Rampe hoch zur Bocca di Tovo den Anschluss verlor, rasierte Huber mit Medvedev seinen letzten Kontrahenten um den Sieg in der abschließenden langen Abfahrt über Treni, Volta di No und Varignano zurück an den Gardasee.
„Medvedev war schon ziemlich schwarz im letzten Anstieg. Es hätte mir aber nichts gebracht, wenn ich versucht hätte, mich noch bergauf abzusetzen. Ich bin als Erster in die Schlussabfahrt gegangen, habe eine saubere Linie gehalten und alles klar gemacht.“
Für seine herausragende Leistung zollte ihm dann auch sein russischer Gegenspieler Respekt: „Ich bin glücklich über den zweiten Platz. Urs war wirklich sehr, sehr stark heute und hat sich den Sieg mehr als verdient.“
Und auch Hermann Pernsteiner, im Vorjahr noch Fünfter, zeigte sich nach der Zieleinfahrt mehr als zufrieden mit dem Ergebnis.
„Es war heute brutal. Von Anfang an ist die Post abgegangen. Ich habe versucht, so lange wie möglich dran zu bleiben, aber irgendwann habe ich gespürt, dass ich rausnehmen muss. Aber ich bin überglücklich. Mein Ziel war das Podium, und dass ich das bei diesem starken Starterfeld geschafft habe, ist genial.“

(c) Henning Angerer
(c) Henning Angerer
(c) Henning Angerer
(c) Henning Angerer
(c) Henning Angerer
(c) Henning Angerer
Litauerin siegt bei den Damen
Knapp 70 Minuten nach dem schnellsten Mann beendete Katazina Sosna (LIT, Torpado Factory Team) die längste Runde des Rocky Mountain BIKE Marathons in 5:28.00,5 Stunden und blieb damit knapp 28 Minuten unter der Vorjahres-Siegerzeit von Katrin Schwing (GER, Trek Domatec), die heute Dritte wurde (5:45.26,5).
Vor der Deutschen und hinter dem ehemaligen Straßenradprofi aus Litauen reihte sich reihte sich Hielke Elferink (NED, Craft – Rocky Mountain Factory, 5:33.39,0) als Zweite ein.

Neff mit gelungener EM-Vorbereitung am Gardasee
Neben den Marathon-Assen mischten auf den kürzeren Distanzen auch einige Cross Country-Spezialisten mit. So setzte sich Jolanda Neff (SUI, Stöckli Pro Team) über die 74km lange Ronda Grande durch, nachdem sie sich kurzfristig für einen Start entschieden hatte.
Die Weltranglistenerste im Cross Country erklärte: „Das war für mich eine Vorbereitung auf die Cross-Country-EM. Ich hatte noch einen Platten und einen Sturz, aber sonst war es echt ein cooles Rennen. Es hat Spass gemacht, mal einen Marathon zu fahren.“

BOSCH eMTB Marathon supported by Trek
Noch bevor die knapp 2.300 Starter im Marathon über insgesamt vier Distanzen ihre besten Fahrer suchten, traten im BOSCH eMTB Marathon supported by Trek diejenigen an, die mit technischer Unterstützung auf einer 41,5 km langen Strecke, die dank extrem steiler Rampen perfekt auf die speziellen Bedürfnisse der eMTBs angepasst war, unterwegs waren.
Durch die Streckenverlängerung bei der zweiten Auflage des BOSCH eMTB-Rennens supported by Trek unterstrichen die Veranstalter am Gardasee die gestiegene Bedeutung des eMTB-Sports, der in den letzten Jahren seinen festen Platz auf dem Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by MINI gefunden hat.

Oetjen und Slavik triumphieren im RADON Pump Battle
Riva del Garda, 30. April 2016 – Lucia Oetjen und Tomas Slavik sind die Sieger der ersten sportlichen Entscheidung des Ziener BIKE Festival Garda Trentino powered by MINI. Die beiden Four Cross-Asse setzten sich gestern Abend vor einem begeisterten Publikum am La Rocca im RADON Pump Battle durch, bei dem immer zwei Mountainbiker in direkten K.o.- Duellen auf identischen, parallel aufgebauten Pumptrack-Kursen um den Einzug in die nächste Runde kämpfen.
Oetjen, die im letzten Jahr bei der Four Cross-WM in Val di Sole die Silbermedaille gefeiert hatte, unterstrich ihre Vorliebe für Veranstaltungen in Trentino, indem sie im Frauenfinale des dritten Stopps der Pump Battle World Series Laura Brethauer, vor einem Monat noch in Berlin siegreich, auf den zweiten Platz verwies.
„Ich habe mit dem Halbfinale gerechnet. Dass es mit dem Sieg geklappt hat, ist natürlich super. Es waren viele gute Frauen am Start, ein perfektes Rennen“, freute sich Oetjen nach dem Finalsieg. Die mehrfache Deutsche BMX Meisterin Steffi Marth rundete das Podium als Dritte ab.
Bei den Männern setzte sich der zweifache Four Cross Weltmeister Tomas Slavik, der bereits die Qualifikation dominiert hatte, in einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Matti Happacher durch. BMX-Ass Nicholas Okoh sicherte sich Rang drei.
„Ich bin super glücklich, aber auch sehr müde“, äußerte Slavik nach dem Rennen; allerdings nicht ohne einen Gegner besonders zu würdigen. Im Halbfinale brachte der Franzose Okoh den haushohen Favoriten an den Rande einer Niederlage: „Ich muss gestehen, dass das Semifinale schwerer war. Es war wirklich hart. Er hat mich zu Fehlern gezwungen, sodass ich am Ende im ersten Lauf vom Track abgekommen bin und dann alles geben musste, um mich durchzusetzen.“
In den K.o.-Duellen der Pump Battle-Veranstaltung kommt immer derjenige Fahrer weiter, der als Erster zwei Durchgänge für sich entscheiden kann.

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