OBERTAUERN TRIPLE FEATURE FWT CHALLENGER, QUALIFIER & JUNIO 2026
ÖSTERREICHS ZWISCHENBRUGGER TROTZ RÜCKSCHLAG IN OBERTAUERN AUF QUALIFIKATIONSKURS – TRIPLE-EVENT MIT FREERIDE WORLD TOUR CHALLENGER, QUALIFIER UND JUNIOREN BRINGT GEBALLTE FREERIDE-ACTION
Obertauern stand zuletzt ganz im Zeichen intensiver Freeride-Tage mit beeindruckenden High-Level-Performances. Den Auftakt machte am Donnerstag der vierte Stopp der diesjährigen Freeride World Tour Challenger Serie am Hundskogel – trotz eines Sturzes führt der Österreicher Simon Zwischenbrugger (AUT) weiterhin das Gesamtranking an und darf auf ein Startticket für die kommende Freeride World Tour hoffen. Am Freitag wurde das Programm mit einem 1* Qualifier sowie einem 2* Junior-Bewerb fortgesetzt.
Im Fokus stand der Challenger-Contest, bei dem das internationale Teilnehmerfeld ein beeindruckend hohes Niveau zeigte. Der Hundskogel präsentierte sich dabei als vielseitiges und anspruchsvolles Face: Ein steiler oberer Abschnitt verlangte den Rider:innen präzise Linienwahl und absolute Kontrolle ab, während der darunterliegende, felsdurchsetzte Bereich technisches Können und Kreativität forderte. Das Gelände bot insgesamt zahlreiche Möglichkeiten für individuelle Lines – eine Vielfalt, die die Athlet:innen beim vierten Stopp der diesjährigen Challenger-Serie eindrucksvoll zu nutzen wussten.
Aus österreichischer Sicht sorgte Simon Zwischenbrugger (AUT) in dieser Saison bereits für Furore. Der Vorarlberger war mit einer Wildcard bei den Ski Men in die Challenger-Serie gestartet und konnte bei den ersten drei Stopps mit starken Ergebnissen eindrucksvoll aufzeigen. In Obertauern lief es für ihn jedoch nicht nach Plan: Ein Sturz sowie eine unsaubere Landung verhinderten eine Top-Platzierung, sodass er diesmal nicht in den Kampf um die vorderen Ränge eingreifen konnte. Trotz dieses Rückschlags bleibt die Ausgangslage äußerst vielversprechend: Nach vier von sechs Bewerben führt Zwischenbrugger (AUT) weiterhin das Gesamtranking an. Aktuell wäre er damit für die kommende Freeride World Tour qualifiziert – und auch wenn der Run in Obertauern nicht nach Wunsch verlief, stehen die Chancen weiterhin sehr gut, dass er sich diesen Traum erfüllen kann.
Am Podium der Ski Men in Obertauern durften derweil andere Rider jubeln, die die herausfordernden Bedingungen am Hundskogel optimal nutzten und mit starken, fehlerfreien Läufen überzeugten. Noah Peizerat (FRA) gewann den hochklassigen Bewerb mit 90,33 Punkten. Mit einem verspielten und zugleich technischen Run kombinierte er große Sprünge, Hand Drags und saubere Flat Spins. Nach Rang zwei am Kitzsteinhorn ist es bereits sein zweites Podium in Folge, womit er sich im Gesamtklassement auf Platz drei verbessert.
Knapp dahinter landete sein Landsmann Nemo Plagne (FRA) mit 89,67 Punkten auf Rang zwei. Er eröffnete eine neue Linie im Face und überzeugte mit kreativer Linienwahl, unter anderem mit zwei sauberen Backflips über große natürliche Features. Damit liegt er nun auf Gesamtrang vier und bringt sich in eine starke Position im Kampf um die Pro-Tour Qualifikation.
Alex Williams (SUI) komplettierte mit 88,67 Punkten das Podium und feierte sein erstes Top 3-Ergebnis der Saison. Mit einem sicheren 360 zu Beginn und konstant starken Tricks über das gesamte Face sammelte er wichtige Punkte im Rennen um die Qualifikation.
Snowboard Men:
Der Schweizer Rémi Benamo (SUI) sicherte sich den Sieg mit einem kraftvollen und technisch anspruchsvollen Run und feierte damit ein starkes Comeback in der Challenger Series, nachdem er den Cut für die Freeride World Tour 2026 nur knapp verpasst hatte. Mit der Erfahrung aus zwei Saisonen auf der Pro Tour kombinierte er eine engagierte Linienwahl mit hochklassigen Freestyle-Elementen, darunter mehrere 360s sowie ein Double im steilen Gelände.
Der erst 19-jährige Franzose Kea Chretien (FRA), dreifacher FWT Junior World Champion, beeindruckte bei seinem Challenger-Debüt in dieser Saison mit einem herausragenden Run.
Gegen ein erfahrenes Starterfeld setzte er auf eine innovative Linie durch komplexe Cliff Sektionen und zeigte einen sauber ausgeführten Triple im steilen, felsdurchsetzten Terrain. Mit 84,67 Punkten belegte er Rang zwei.
Platz drei ging an Nicolas Huber (SUI), der den oberen Abschnitt mit viel Speed und Präzision attackierte. Nach einem aggressiven Start inklusive 180 blieb er im gesamten Face flüssig und baute weitere 180s sowie große Sprünge über natürliche Features ein.
Snowboard Women:
Nuria Castán Barón (ESP) sicherte sich den Sieg und unterstrich damit ihre Ambitionen auf eine Rückkehr in die Pro Tour nach sechs Jahren auf höchstem Niveau. Im steilen oberen Abschnitt zeigte sie einen sauberen 360, bevor sie den unteren Teil souverän und kontrolliert meisterte.
Die Deutsche Celina Weber (GER) belegte mit einem ruhigen und präzisen Lauf Rang zwei. Sie bewältigte den steilen oberen Abschnitt sicher und setzte im unteren Bereich gezielte Absprünge für eine saubere und konstante Linie.
Tiphanie Perrotin (FRA), ehemalige FWT-Champion und aktuelle Führende in der Kategorie, komplettierte das Podium. Mit einer klassischen Freeride-Linie über exponierte Passagen und technisch anspruchsvolle Cliff-Drops erzielte sie 69,00 Punkte und verteidigte damit ihre starke Position im Gesamtklassement.

Ski Women:
Mila De Le Rue (FRA) sicherte sich mit 82,67 Punkten ihren ersten Saisonsieg und zugleich das erste Podium. Ihr Run überzeugte vor allem durch einen sauber gestandenen Backflip und viel Selbstvertrauen, womit sie sich im Gesamtklassement auf Rang fünf verbesserte.
Elisabet Marina (ESP) belegte mit 81,00 Punkten Rang zwei und stand ebenfalls erstmals in dieser Saison auf dem Podium. Mit einem der besten Backflips ihrer Kategorie setzte sie ein klares Ausrufezeichen im Teilnehmerfeld.
Zanna Farrell (AUS) komplettierte das Podium mit 80,00 Punkten. Sie überzeugte mit ihrem typischen hohen Tempo, viel Flow im Gelände und stilvollen Sprüngen über natürliche Features.
Obertauern unterstreicht seinen Status in der Freeride-Szene mit insgesamt drei Bewerben. Tags darauf machten die Nachwuchstalente und Qualifier-Starter:innen ihren Vorbildern nach und rundeten die Freeride-Woche mit einem 1* FWT Qualifier sowie einem 2* FWT Junior Bewerb perfekt ab. Trotz teils enger Battles überzeugten die Rider:innen bei herausfordernden Schneebedingungen mit technischer Präzision, flüssigen Runs und mutigen Entscheidungen in der Linienwahl.
Bei den Ski Men durften gleich zwei Österreicher am Podest Platz nehmen: Tobias Wallner (AUT) siegte vor seinem Landsmann Valentin Thurnbichler-Prem (AUT), während Henri Bilger (GER) Rang drei belegte.
Bei den Damen holte sich Wanda Svancer (AUT) nach ihrem Podestplatz in Kappl diesmal den Sieg in der Kategorie Ski Women und setzte sich knapp vor der Deutschen Tabea Tropp (GER) durch. Die Tirolerin Vicky Candlin (AUT)sicherte sich den dritten Platz und sammelte damit viel Selbstvertrauen für ihren Heim-Bewerb im Alpbachtal in zwei Wochen.
Die Snowboard Women machten das Podest unter sich aus, und am Ende jubelte erneut Mia Grempel (GER) vom obersten Treppchen. Sie feierte bereits ihren dritten Sieg in dieser Saison und setzte sich vor Bianca Maria Vladislav (RUM) und Marie Cancel (DEN) durch.
Bei den Snowboard Men sorgte Adrian Adelsberger (GER) als vorletzter Starter noch einmal für Spannung und sicherte sich den ersten Platz. Hinter ihm landeten Raphael Remesch (AUT) und Ciaran Purcell (IRL).
Auch die Junior Rider nahmen den Hundskogel in Angriff und zeigten bereits in jungen Jahren hohes Niveau. Den Sieg bei den Ski Men U18 sicherte sich der Österreicher Florian Reiter (AUT) vor seinem Landsmann Jan Matzek (AUT)und dem Deutschen Tim Blum (GER).
Bei den Snowboard Men fuhren Moritz Bauer (GER) und Luis Richolm (GER) auf Platz eins und zwei, während der Brite Edward Tillett (GBR) Rang drei belegte.
In der Kategorie Ski Men U16 ging der Tagessieg an Matus Chovan (SVK) vor Josef Hausmann (GER) und Jekabs Birznieks (LAT).
Mit diesem Event unterstrich Obertauern erneut seinen Status als fixer Bestandteil der Freeride Szene. Die Kombination aus anspruchsvollem Gelände, optimalen Bedingungen und einem dichten Wettkampfprogramm machte die Woche zu einem echten Highlight im Kalender der Freeride-Community.
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