Freeride World Tour 2027: Der Kalender für die 20. Saison verspricht Hochspannung
Jubiläumssaison mit vier deutschsprachigen Athleten und sechs spektakulären Tourstopps
Verbier, Die Freeride World Tour by Peak Performance feiert 2027 ihre 20. Saison. 53 der weltbesten Freeriderinnen und Freerider kämpfen an sechs Austragungsorten um die begehrten Gesamttitel. Mit Max Hitzig, Tiemo Rolshoven und Timm Schröder aus Deutschland sowie dem Tiroler Simon Zwischenbrugger stehen vier deutschsprachige Athleten am Start. Ein besonderes Highlight ist Fieberbrunn: Der einzige Tourstopp im deutschsprachigen Raum ist seit 16 Jahren Teil der FWT und entscheidet erneut darüber, wer sich für die beiden großen Finals qualifiziert.
Sechs Tourstopps, vier Gesamttitel und ein besonderes Jubiläum: Die Freeride World Tour (FWT) geht 2027 in ihre 20. Saison. Seit ihrer Gründung 2008 hat sich die Wettkampfserie zur weltweit wichtigsten Bühne für Freeride-Ski- und Snowboardsport entwickelt. Auch in der kommenden Saison verspricht das internationale Starterfeld hochklassige Wettkämpfe auf einigen der anspruchsvollsten Berghänge der Welt. Insgesamt 53 Athletinnen und Athleten, darunter elf Neulinge, treten in den vier Kategorien Ski Herren, Ski Damen, Snowboard Herren und Snowboard Damen gegeneinander an.
Die Favoriten kommen aus aller Welt: Bei den Skifahrern will der amtierende Gesamtsieger Ben Richards (NZL) seinen Titel verteidigen. Zu seinen größten Herausforderern zählen die ehemaligen Champions Marcus Goguen (CAN), Maxime Chabloz (SUI) und der Deutsche Max Hitzig. Bei den Skifahrerinnen führt Titelverteidigerin Lou Barin (FRA) das Feld an, während bei den Snowboardern der fünffache Champion Victor de Le Rue (FRA) seinen sechsten Gesamtsieg anstrebt. Bei den Snowboarderinnen gehört die amtierende Siegerin Mia Jones (USA) erneut zu den Favoritinnen. Mit zahlreichen aufstrebenden Talenten und ehemaligen Champions verspricht die Jubiläumssaison einen offenen Kampf um die Titel.
Vier deutschsprachige Athleten wollen vorne mitmischen
Aus österreichischer und deutscher Sicht richtet sich der Blick besonders auf vier Athleten, die mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die neue Saison starten.
Simon Zwischenbrugger (AUT): Tiroler Hoffnung vor dem Debüt
Mit gerade einmal 19 Jahren steht Simon Zwischenbrugger aus Obergurgl im Ötztal vor seiner ersten Saison in der Freeride-Elite. Der ehemalige alpine Rennläufer sicherte sich 2026 den Gesamtsieg der FWT Challenger in der Region Europa–Asien–Ozeanien und damit sein Ticket für die World Tour. Als einziger Österreicher im Starterfeld will er nun zeigen, dass er auch auf höchstem Niveau mithalten kann. Respekt hat der Tiroler insbesondere vor den anspruchsvollen Wettkampfhängen, allen voran dem legendären Bec des Rosses in Verbier. Sein großes Ziel ist es, sich für das dortige Saisonfinale zu qualifizieren. „Ich freue mich vor allem darauf, mich mit den besten Fahrern zu messen und zu sehen, wo ich stehe“, erklärt Zwischenbrugger.
Max Hitzig (GER): Ehemaliger Champion zählt zu den Titelanwärtern
Max Hitzig gehört längst zu den etablierten Größen im internationalen Freeride-Sport. Der Deutsche krönte sich 2024 zum Gesamtsieger der Freeride World Tour und zählt auch 2027 zu den aussichtsreichen Kandidaten auf den Titel. Besonders gute Erinnerungen verbindet er mit Fieberbrunn: 2022 gelang ihm am Wildseeloder als Wildcard-Starter ein Überraschungssieg, mit dem er erstmals international für großes Aufsehen sorgte. Auch in der kommenden Saison will der ehemalige Champion wieder ganz vorne mitmischen.
Tiemo Rolshoven (GER): Nach erfolgreicher Saison zurück auf Angriff
Tiemo Rolshoven geht 2027 in seine dritte Saison auf der Freeride World Tour. Der 22-Jährige, der in Feldkirch aufgewachsen ist und heute in der Westschweiz lebt, beendete die vergangene Saison auf dem hervorragenden vierten Gesamtrang. Beim Finale in Verbier gelang ihm mit Platz drei der Sprung aufs Podium. Eine Knieverletzung im Sommer zwang den Maschinenbaustudenten zwar zu einer Trainingspause, mittlerweile blickt er aber voller Vorfreude auf den Winter. Seine Zielsetzung bleibt bewusst einfach: „Mein Hauptziel ist es immer, ein besserer Skifahrer zu werden und bei den Comps mein bestes Skifahren zu zeigen.“
Timm Schröder (GER): Erfahrener Snowboarder zurück auf der World Tour
Nach seiner erfolgreichen Requalifikation über die Challenger-Serie kehrt Timm Schröder 2027 in die Freeride World Tour zurück. Der 28-jährige Snowboarder stammt aus der Nähe von Bad Tölz und lebt mittlerweile im Zillertal. Bereits 2024 und 2025 sammelte er Erfahrungen auf der World Tour und erreichte mehrere Podestplätze. 2026 sicherte er sich mit Platz zwei in der Challenger-Gesamtwertung erneut einen Startplatz in der höchsten Wettkampfklasse. Neben dem Snowboarden arbeitet Schröder als Filmemacher und Freeride-Coach und veröffentlichte zuletzt sein Filmprojekt „Uncle Timmy“. Für die kommende Saison erwartet er ein weiter steigendes Niveau, bleibt dabei aber gelassen: „Kommende Saison sehe ich entspannt ins Auge und weiß, was ich kann.“
Fieberbrunn: Seit 16 Jahren Fixpunkt der Freeride World Tour
Ein besonderes Augenmerk liegt auch 2027 auf Fieberbrunn in Tirol. Seit 2011 ist der österreichische Austragungsort fixer Bestandteil der Freeride World Tour und damit nach Verbier der zweitälteste Tourstopp. Vom 3. bis 9. März 2027 trifft sich die internationale Freeride-Elite erneut am legendären Wildseeloder. Der steile und felsdurchsetzte Nordhang zählt zu den anspruchsvollsten Wettkampfhängen der Tour und verlangt den Athletinnen und Athleten mit seinen zahlreichen Felsformationen, Sprüngen und technisch schwierigen Passagen alles ab.
Fieberbrunn ist nicht nur der einzige Austragungsort im deutschsprachigen Raum, sondern auch sportlich von entscheidender Bedeutung. Denn unmittelbar nach dem vierten Tourstopp erfolgt der sogenannte „Cut“: Nur die besten 60 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer qualifizieren sich für die beiden anschließenden FWT Finals. Für die Gesamtwertung zählen dabei die drei besten Ergebnisse der ersten vier Wettkämpfe. Wer in Fieberbrunn nicht genügend Punkte sammelt, muss seine Titelhoffnungen vorzeitig begraben. Nach der wetterbedingten Absage im Vorjahr ist die Vorfreude auf die Rückkehr der Weltelite an den Wildseeloder besonders groß.
Sechs Tourstopps von den Pyrenäen bis in die Rocky Mountains
Die Jubiläumssaison startet Mitte Januar in den spanischen Pyrenäen und führt die Athletinnen und Athleten über Frankreich, Georgien und Österreich bis in die USA und die Schweiz. Eine Besonderheit ist die Rückkehr von Snowbird in Utah: Erstmals seit 2014 ist das nordamerikanische Freeride-Resort wieder Teil der World Tour. Das für seine großen Schneemengen und sein anspruchsvolles Gelände bekannte Skigebiet ist Schauplatz des ersten Finales. Der große Showdown folgt traditionell beim Xtreme Verbier am legendären Bec des Rosses, wo die vier FWT-Gesamtsieger 2027 gekürt werden.
Der FWT-Kalender 2027 im Überblick:
- 16.–18. Januar: Baqueira Beret Pro by Occident (ESP) – Saisonauftakt
- 25.–27. Januar: Val Thorens Pro (FRA)
- 20.–26. Februar: Georgia Pro, Mestia (GEO)
- 3.–9. März: Fieberbrunn Pro (AUT) – letzter Stopp vor dem Cut
- 16.–18. März: YETI Snowbird Pro by Stifel (USA) – erstes FWT-Finale
- 27.–29. März: YETI Xtreme Verbier by Honda (SUI) – großes Saisonfinale
Mit dem Jubiläum, der Rückkehr von Snowbird und einem hochkarätigen internationalen Starterfeld stehen die Zeichen für eine spannende Freeride-Saison. Sämtliche Tourstopps werden live auf www.freerideworldtour.com übertragen.
Über die Freeride World Tour
Die Freeride World Tour (FWT) ist die weltweit führende Wettkampfserie im Freeride-Ski- und Snowboardsport. Sie entstand 2008 aus dem legendären Xtreme Verbier und vereint heute mehrere Wettkampfserien, darunter die FWT Challenger, FWT Qualifier und FWT Junior. Seit Dezember 2022 ist die FWT Teil des Internationalen Ski- und Snowboardverbands FIS.
Weitere Informationen: www.freerideworldtour.com












