Freeride Film Festival 2019

Zum zehnten Mal auf Tour: Das Freeride Filmfestival 2019 setzt auf Storytelling und Nachhaltigkeit

Vom 06. bis 19. November 2019 in Österreich, Deutschland und der Schweiz

Auch bei der Jubiläumsausgabe des Freeride Filmfestivals wartet wie gewohnt eine Shortlist der besten Ski- und Snowboardfilme des Jahres. Zu sehen in 12 Kinos in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Neben atemberaubender Action, gefühlvollem Storytelling und zutiefst persönlicher Einblicke liegt ein Schwerpunkt diesmal auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvollem Umgang mit Natur und Gesellschaft – Stichwort: „Freeride For Future”. Zudem gibt es erstmals eine Podcast-Serie mit AthletInnen und FilmemacherInnen.

Zur zehnten Ausgabe des Freeride Filmfestivals (FFF) zieht Co-Organisator Volker Hölzl Bilanz und wirft auch gleich einen Blick in die Zukunft: „Mit Stolz, aber auch Demut schauen wir auf unsere ersten neun FFF- Touren zurück. In dieser Zeit haben sich eine Vielzahl an erstklassigen Filmen, einzigartigen Erlebnissen und außergewöhnlichen Begegnungen eindringlich in unser Gedächtnis geprägt. Nun wollen wir den nächsten Schritt setzen und das Thema Nachhaltigkeit in seiner gesamten Bedeutung in unser Konzept integrieren. Daher haben wir die Initiative `Freeride For Future ́ ins Leben gerufen. Das ist aber kein Projekt, um mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern zuerst bei uns selbst zu beginnen.“

Der Hintergrund dieser Initiative ist, Maßnahmen gegen den Klimawandel und den Verlust natürlicher Lebensräume zu unterstützen und eigenständig umzusetzen. „Wir sehen das Freeride Filmfestival als Kommunikationsplattform, damit ProduzentInnen, AthletInnen und wirtschaftliche PartnerInnen ihre Aktivitäten rund um Umweltbewusstsein und CO2-Neutralität vorstellen und mit der Community diskutieren können“, erklärt der zweite FFF-Co-Organisator Harry Putz. Das beginne etwa dabei, dass drei Tour-Stopps in Österreich als Green Event zertifiziert werden sollen und Branchenpartner mit zukunftsweisenden bzw. grünen Geschäftspraktiken gesucht werden. Das bedeute aber auch, dass Filme bevorzugt werden, die beim Freeriden auf künstliche Aufstiegshilfen verzichten und sich mit kritischen Inhalten zum Klima-, Wirtschafts- und Gesellschaftswandel beschäftigen.

Schutz finden und Freundschaft leben
Aus den genannten Gründen ist die Entscheidung für den filmischen Headliner des FFF eindeutig auf die internationale Produktion „Shelter“ gefallen. Darin erkunden der Schweizer Profi-Snowboarder und Umwelttechnik-Student Mat Schaer und drei seiner Freunde die Alpen vor ihrer Haustür. Dabei verzichten sie auf Helikopter und Snowmobile, nützen ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel und unternehmen alle Anstiege aus eigener Kraft. Von Hütte zu Hütte tauchen die Protagonisten tiefer in die hochalpine Welt von vier legendären Bergmassiven der Schweiz, Italiens und Frankreichs ein. Als auch noch Jeremy Jones zu ihnen stößt, gewinnt der ökologische Gedanke deutlich an Bedeutung, denn die amerikanischeSnowboardlegende ist nicht nur der Pionier der „Generation Splitboard“, sondern auch Gründer der NGO Protect-Our-Winters (POW).

Auch die österreichisch-deutsche Co-Produktion „Ruhe nach dem Sturm“ widmet sich den Themen Konsumverzicht, Bewusstheit und Gemeinschaft. Während des Trubels um Weihnachten bricht die Wiener Freeride-Snowboardweltmeisterin Manu Mandl mit ihrer Crew von „Mountain Tribe“ zu einem „Simple-Life“- Roadtrip auf. Ohne Smartphone und untergebracht in zwei Camper-Vans gönnen sie sich eine Auszeit vom hektischen Treiben und konzentrieren sich auf das Wesentliche: Freundschaft, Achtsamkeit und natürlich jede Menge Freeride-Powder.

Um- und Aufbrüche erleben
Wieder mit dabei beim FFF sind auch die beiden Publikumslieblinge der Tour 2018. Max Kroneck und Jochen Mesle hatten vergangenes Jahr schon mit besonderer Ressourcenschonung überzeugt. Im Film „Eis & Palmen“ waren sie nur mit Rad und Skiern von Süd-Deutschland bis nach Nizza gefahren. In ihrer diesjährigen Produktion „Full Moon“ beschreiten sie wieder Neuland. Mitten in der Nacht starten sie zu einer Skitour und zeigen erstmals progressives Freeriden bei Vollmond, wobei bei den Abfahrten gänzlich auf künstliche Lichtquellen verzichtet wurde.

Von Veränderungen erzählen auch Lorraine Huber und Stefan Häusl, die im Frühjahr 2018 zeitgleich ihren Rücktritt von der Freeride World Tour verkündeten. In der Kurzdokumentation „Umschwung“ gewähren sie Einblicke in die Realität nach der aktiven Wettkampfkarriere: von Zweifel und Entscheidungsfindungen über neue Herausforderungen bis hin dazu, sich selbst neu zu definieren und orientieren. Was für die zwei erfolgreichen Freerider vom Arlberg aber stets klar ist: Sie wollen ihre einzigartigen Erfahrungen weitergeben.

In neue Sphären starten
Die Grenzen der Physik und des Sports hebt die Schweizer Snowboard-Ikone Ueli Kestenholz auf komplett neue Ebenen. Mit einem Speed-Gleitschirm und Skiern befährt der ehemalige Weltmeister und X-Games- Sieger spektakuläre Berge und Hänge, die ohne Schirm unmöglich zu bewältigen wären. Im Film „The Pinnacle of Rush“ wird die Besonderheit dieser jungen Sportart ebenso aufgezeigt wie die Anspannung und Präzision, mit der Ueli an die Herausforderung herangeht.

Last but not least, entführt Lena Stoffel das Publikum mit ihrem Film „Circle of the Sun“ auf eine fast surreale Reise nach Norwegen. Mit ihrer Crew erlebt sie Skifahren und Surfen an einem Tag in einer magischen Landschaft: steile Berge, das Meer, Aurora Borealis – und alles im Kreislauf der Sonne. Aufwachen am Spot. Am Morgen eintauchen in das arktische Meer, danach aufsteigen bis zum letzten Tageslicht am Gipfel. Am nächsten Tag dann alles umgekehrt. Zum Sonnenaufgang ins Gebirge und spätabends dann ein endlos scheinender Sonnenuntergang im Meer.

Podcast: reinhören und nachfragen
Neu beim FFF ist heuer auch, dass wir einige AthletInnen und FilmemacherInnen zum ausführlichen Podcast-Talk gebeten haben. Unter dem Titel #offpisteonair erzählen sie in kurzweiliger und spannender Art über ihre Projekte, ihr Leben und ihre Ziele.

Und wer die ProtagonistInnen treffen und persönlich kennenlernen will, hat wie immer bei den Tour-Stopps die Möglichkeit dazu. In entspannter Atmosphäre kann nach den Screenings mit den Stars geplaudert und gefeiert werden. Übrigens macht das FFF heuer mit Andermatt und Basel in zwei neuen Schweizer Locations Station.
 Tourdaten 2019

  • 06.11. 20:00 Innsbruck, Metropol Kino
  • 07.11. 19:30 Berlin, Kino in der KulturBrauerei
  • 08.11. 20:00 Köln, Cinedom
  • 09.11. 19:00 Andermatt, Konzerthalle
  • 10.11. 20:30 Zürich, Abaton
  • 11.11. 20:00 Basel, Pathé Küchlin
  • 12.11. 19:30 Stuttgart, Gloria
  • 13.11. 19:30 München, Alte Kongresshalle
  • 14.11. 20:00 Wien, Gartenbaukino
  • 17.11. 20:00 Salzburg, Das Kino
  • 18.11. 20:00 Graz, KIZ RoyalKino
  • 19.11. 20:00 Dornbirn, Spielboden


Details zu den einzelnen Filmen: freeride-filmfestival.com/filme-2019

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