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Freeskier und Snowboarder zeigen Weltklasse-Action auf schmalem Bergkamm

Ein Meter Breite, 110 Meter Tiefe – Sella Nevea, Italien, 13. Januar 2026

Inmitten der Julischen Alpen bewältigten vier Wintersport-Athleten einen 350 Meter langen Kurs auf einem nur wenige Meter breiten Bergkamm am Sella-Nevea-Pass. Eine echte No-Fall-Zone gespickt mit Felskanten mit bis zu 110 Meter Tiefe, die von den Ski- und Snowboard-Athleten Millimeterarbeit verlangt. Jeder Sprung, jede Landung, jede Entscheidung zählt, um den gesamten Kurs zu meistern. Mit am Start sind: Felix Georgii (GER), Wakeboard-Pro und leidenschaftlicher Snowboarder, Max Hitzig (GER), Freeride World Tour Champion 2024, Ian Matteoli (ITA), Mitglied des italienischen Olympiakaders und Fabian Bösch (SUI), Olympiateilnehmer 2022. Den Action Clip in voller Länge gibt es auf dem Red Bull YouTube Kanal: https://youtu.be/Qjtb2vu8O18

Ein 350 Meter Kurs wie ein Drahtseil
Der auf 2.050 Meter Höhe gelegene Kurs mit insgesamt acht Sprüngen und Hindernissen verläuft nur wenige Meter neben der Felswand entlang und über eine 110 Meer tiefe Schlucht hinweg. An seiner schmalsten Stelle erstreckt sich ein 30 Meter langer Pumptrack über einen gerade einmal einen Meter breiten Grat. Von den vier Athleten ist hier höchste Konzentration und Präzision gefordert. „Hier kommt es darauf an, Tricks so perfekt wie möglich zu performen. Eine riskante Landung ist hier nicht drin“, sagt Wakeboarder Felix Georgii. Besonders herausfordernd wird es, wenn zwei Athleten nur wenige Armlängen voneinander entfernt gleichzeitig fahren.

Gefordert sind maximale Präzision und mentale Stärke bei 0% Höhenangst
Selbst erfahrene Profis müssen auf diesem Kurs jede Bewegung genau kalkulieren. Der 350 Meter lange, handgebaute Parcours ist ein echtes Unikat – viele Elemente entstanden aus der natürlichen Topografie des Bergkamms. Georgii, Hitzig, Matteoli und Bösch liefern spektakuläre Sprünge und Lines, bei denen Mut und Technik gleichermaßen gefordert sind. „Ich habe zum Glück keine Höhenangst – dennoch habe ich versucht, nur geradeauszuschauen, niemals nach unten“, erzählt Matteoli. Fabian Bösch findet in dem Kurs sein perfektes Set-Up: „Ich bin beim Fahren meist so konzentriert, dass ich nicht links und rechts schaue – da sehe ich nur noch den Kurs.“ 

Mentale Gratwanderung 
Es ist auch eine mentale Gratwanderung: er testet Kopf, Können und Nervenstärke der Athleten. „Das Schwierigste war, ein Gefühl für den Kurs zu bekommen und Blockaden im Kopf zu lösen – du darfst einfach keinen Fehler machen“, verrät der Schweizer Slopestyle- und Big Air-Athlet Fabian Bösch. „Das Gap Rail ist das verrückteste Feature, bei dem du am wenigsten Spielraum für Fehler hast“, sagt Matteoli. Georgii und Bösch stimmen ihm bei, erstreckt sich das sieben Meter lange Rail doch über einen 110 Meter tiefen Abgrund. „Mental war das eine große Challenge“, bestätigt Bösch. „Doch nach der ersten Überwindung ist man voll drin!“ 

Key Facts:

  • Ort: Sella Nevea, Italien
  • Athleten:
    • Felix Georgii (GER), Wakeboard: X Games Real Wake Gold 2017
    • Max Hitzig (GER), Freeski: Freeride World Tour Weltmeister 2024
    • Ian Matteoli (ITA), Snowboard: erster Snowboarder, der einen Frontside 2160 landete, 2. Platz Big-Air-Weltcup-Gesamtwertung 2024/25
    • Fabian Bösch (SUI), Freeski: 1. Platz FIS Freestyle-Ski-WM Slopestyle 2015, 1. Platz Winter X Games Big Air Aspen 2016, erster Freeskier, der einen „Quad Cork 1980“ (vier Saltos mit fünfeinhalb Schrauben) landete
  • Topografie: Schmaler Bergkamm mit steilen Abhängen auf beiden Seiten – echte No-Fall-Zone, Features teilweise direkt aus der natürlichen Topografie geformt
  • Tricks-Features:
    • Step-Down: Der Step-Down liegt auf einem steinigen Grat, der Absprung steht stabil auf einem Felsvorsprung, und die Landung wurde an den Hang angepasst.
    • Rainbow Rail: Das 6 Meter lange, 3,5 Meter hohe Rainbow Rail steht auf einer natürlichen Erhebung, mit optimierten Übergängen für viel Flow und eine sichere Landung.
    • Mini-Gap: Das 10 Meter lange, 3 Meter hohe Mini Gap nutzt den natürlichen Grat und bietet perfektes Tempo, Flow und Schneedecke.
    • Big Gap: Das etwa 20 Meter lange Big Gap führt über zwei Klippen in eine leicht abschüssige Landung und erfordert, dass man den Sprung komplett durchfährt.
    • Flat Rail: Dieses 6 Meter lange Rail ist zwischen zwei riesige Felsbrocken gebaut. Es überbrückt einen steilen 45° Hang, was das Rail spektakulär macht. 
    • Down Rail: Das Geländer verläuft abschüssig entlang einer sehr steilen und ausgesetzten Stelle. Die Landezone ist schmal.
    • Pump & Push Section: Die 30 Meter lange Zwischensektion verbindet zwei Teile der Abfahrt, verläuft leicht bergauf und erfordert etwas Speed. Mit nur einem Meter Breite ist sie der schmalste Teil des Kurses.

Hier geht es zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Qjtb2vu8O18

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