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Dolce Vita in Skischuhen: Das Nassfeld trifft auf italienische Lebensart

Am Nassfeld treffen 110 Pistenkilometer und verlässliche Schneeverhältnisse auf viele Sonnenstunden und italienische Lebensart. Die Lage zwischen Kärnten und Friaul gibt dem Winterurlaub eine südliche Note.

Draußen flimmert der Asphalt, die Badeseen sind voll und die Skischuhe stehen weit hinten im Schrank. Gerade an solchen Tagen reicht manchmal ein einziges Bild für die gedankliche Abkühlung. Frischer Schnee, kalte Luft im Gesicht, der erste Schwung auf einer frisch präparierten Piste. Schon ist sie da, die Lust auf Winter.

Die passende Adresse dafür liegt in Kärnten, in den Karnischen Alpen und direkt an der Grenze zu Italien. Am Nassfeld geht es morgens auf die Piste, mittags wartet Pasta in Friaul und danach ein Espresso auf der Sonnenterrasse. Ein Skitag bekommt hier schnell einen südlichen Rhythmus.

Ein Skitag zwischen Kärnten und Friaul

Der Nassfeldpass liegt auf 1.530 Metern und verbindet das Kärntner Gailtal mit dem italienischen Kanaltal. Selbst auf der Piste verschwimmen die Grenzen: Wer auf der Lärchenboden-Abfahrt seine Schwünge zieht, fährt einen Teil der Strecke auf italienischem Boden. Der Grenzübertritt geschieht ganz nebenbei – ohne anzuhalten, dafür mit Skiern an den Füßen. So erleben Winterurlauber beide Länder vom ersten Skitag an.

Die Nähe zum Süden zeigt sich auch in der Küche und in der entspannten Art, einen Skitag zu verbringen. Italien ist hier keine Kulisse am Horizont, sondern unmittelbarer Nachbar. Auf den Hütten begegnen sich beide Seiten der Grenze ganz selbstverständlich.

Direkt auf der italienischen Seite des Passes liegt das Albergo Ristorante Wulfenia da Livio, das heute von Livios Sohn Fausto geführt wird. Nur wenige Meter von den Pisten entfernt serviert er italienische Klassiker wie Pizza und Pasta. Auf der Kärntner Seite warten Kasnudeln, Gailtaler Speck und Kaiserschmarrn. Zwei Küchen, zwei Kulturen und dazwischen eine Grenze, die man am Nassfeld kaum bemerkt.

Von breiten Hängen bis zur langen Talabfahrt

Mit 110 Pistenkilometern ist das Nassfeld das größte Skigebiet Kärntens. Breite Hänge bieten Familien und Einsteigern viel Platz für entspannte Schwünge, während längere und anspruchsvollere Abfahrten sportliche Skifahrer bis ins Tal führen.

Zu den Klassikern zählt die 7,6 Kilometer lange Carnia. Sie führt bis nach Tröpolach und ist damit die längste Abfahrt des Skigebiets. An ausgewählten Samstagabenden bleibt ein 2,2 Kilometer langer Abschnitt beleuchtet. Dann führen die letzten Schwünge unter dem Sternenhimmel ins Tal.

Für eine lustige Abwechslung sorgt „The Snake“. Auf 700 Metern geht es durch den Wald, über Wellen und kleine Sprünge sowie durch mehrere Steilkurven. Moderne Bergbahnen verbinden die einzelnen Bereiche ohne lange Wege oder mühsame Schiebepassagen. So ist das Nassfeld groß genug, um mehrere Tage lang neue Pisten zu entdecken, und bleibt trotzdem angenehm überschaubar.

Schnee von Süden, Sonne von oben

Rund 850 Sonnenstunden zählt das Nassfeld während einer Wintersaison. Gleichzeitig bringen Wetterlagen aus dem Adriaraum regelmäßigen Neuschnee-Nachschub in die Karnischen Alpen. Technische Beschneiung sichert die Pisten zusätzlich ab.

Früh am Morgen knirscht der Schnee unter den Skiern, später öffnet sich der Blick über die verschneiten Karnischen Alpen bis nach Italien. Dazwischen bleibt viel Zeit für lange Abfahrten und eine Pause auf der Terrasse.

Der nächste Winter ist noch ein paar Monate entfernt. An einem heißen Sommertag fühlt sich die Vorstellung von kalter Bergluft, weißen Hängen und dem ersten Skitag trotzdem schon ziemlich gut an. Manchmal beginnt die beste Abkühlung eben im Kopf.

Weitere Infos unter nassfeld.at

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