Österreichischer Downhill Doppelsieg für Höll und Trummer

iXS Innsbruck Downhill © Crankworx Innsbruck
iXS Innsbruck Downhill © Crankworx Innsbruck

Es war der Tag der Österreicher beim abschließenden iXS Innsbruck Downhill presented by Raiffeisen Club im Rahmen des Crankwork Innsbruck 2020. Die Salzburgerin Valentina Höll gewinnt ihre Premiere in der Damen Eliteklasse, wenige Augenblicke später sichert sich David Trummer aus der Steiermark seinen ersten internationalen Sieg dieser Größenordnung. Beide verteidigen damit auch ihren österreichischen Staatsmeistertitel im Downhill.

Die 18-jährige Valentina Höll gewinnt ihr allererstes Rennen in der Eliteklasse, auf das sie länger warten musste, als gedacht. „Es ist unglaublich, das erste Rennen in der Elite Klasse und das erste Rennen nach der Corona Pause direkt auch noch in Österreich zu gewinnen,“ so die Saalbacherin, „Endlich ist meine ganze Bike Family wieder zusammen, und wir können das mit einem Doppelsieg feiern.“

Doch bis dahin waren es schwierige Minuten. Drei Fahrerinnen, darunter die dreifache Crankworx Innsbruck Siegerin Tracey Hannah (AUS), hatten ihren Run noch vor sich. „Es war so wahnsinnig aufregend für mich, in der Junior Klasse bin ich immer als letzte gefahren, heute musste ich unten sitzen und auf die Ergebnisse warten. Ich konnte keine Zwischenzeiten sehen und musste jede Fahrerin abwarten und es war so knapp, das hat mich fertig gemacht.“

Am Ende blieb Hannah eine knappe Sekunde hinter der Österreicherin. „Ein verrücktes Jahr! Ich war noch nie im Oktober in Europa. Ich bin diese Wetter nicht wirklich gewohnt, aber es ist schön, wieder bei Crankworx dabei zu sein,“ so die Australierin, „in den Rennmodus zu finden fiel tatsächlich nicht so leicht. Ich musste erst den Rhythmus kommen. Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft nächstes Wochenende in Leogang also eine wichtige Vorbereitung.“

Platz drei ging an die Französin Morgane Charre, die nach ihrem Sieg im Dual Slalom somit zwei Crankworx Innsbruck Medaillen mit nach Hause nimmt. Das Männer-Finale war mindestens so top besetzt, wie das der Damen. Dass David Trummers Zeit die schnellste des ganzen Tages bleiben sollte, war bei der starken internationalen Konkurrenz bis zum Ende nicht vorhersehbar. Doch der Steirer blieb mit 2:49,081 als einziger unter 2:50.

“Es ist ein supergutes Gefühl und ich bin ich echt sprachlos! Hier in Österreich das erste große Elite Rennen meiner Kariere zu gewinnen und das auch noch nach so einer langen Pause ist ein wahnsinniges Gefühl,“ beschreibt der 26-Jähhrige seine Gefühlswelt, „Die letzte Saison war die Beste meines Lebens und ich freu mich sehr, mich im ersten Rennen im Anschluss auch noch zu steigern. Das gibt ein super Selbstvertrauen für die WM am nächsten Wochenende, besonders mit dem österreichischen Staatsmeistertitel obendrauf.“

Hinter Trummer wird der Neuseeländer Ed Masters in seinem ersten Downhillrennen seit 13 Monaten Zweiter. Glücklich, nach der Verletzung wieder am ‚großen Bike‘ zu sitzen, nimmt Masters das frischerlangte Selbstvertrauen mit zur WM.

Der Amerikaner Charlie Harrison, der die neuen Sektionen am Ende der Strecke nach dem Regen als besonders herausfordernd empfand, macht die Top-3 komplett.

In einem emotionalen Comeback kehrt der Vorjahressieger Brook MacDonald aus Neuseeland nach einer schweren Wirbelsäulenverletzung zurück auf die Rennstrecke. Nach der Zieleinfahrt empfing ihn der wohl lauteste Applaus der ganzen Woche – keine Zuschauer, nur Fahrer und Event-Mitarbeiter, doch waren die Standing Ovations umso herzlicher.

Österreichische Staatsmeisterschaft
Mit dem Sieg beim Crankworx Innsbruck Downhill, im Rahmen dessen die österreichischen Meister ermittelt wurden, kürt sich David Trummer somit 2020 zum vierten Mal in Folge zum Staatsmeister in dieser Klasse. Hinter ihm platziert sich Andreas Kolb, ebenso aus der Steiermark, mit dreieinhalb Sekunden Rückstand auf Rang 2 (2:52,591). Der Innsbrucker Kilian Schnöller komplettiert das Podest mit 3:01,381.

Bei den Damen wird die Wahltirolerin Angi Hohenwarter hinter Höll in einer Zeit von 3:33,310 Zweite. Mit Helene Frühwirth fährt eine Mödlingerin mit 3:34,376 auf Rang 3.

Nach fünf Tagen Slalom und Pump Action, jeder Menge Style, Spins und Flips ging das Finale der Crankworx World Tour 2020 mit dem abschließenden Downhillrennen im Bikepark Innsbruck erfolgreich zu Ende.
Für die Fans des Gravity Mountainbikes heißt es jetzt acht Monate geduldig sein und alle Replays auf Red Bull TV in Dauerschleife anschauen bis Crankworx Innsbruck vom 16. – 20. Juni 2021 mit voller Power zurück in die Alpen kommt – so kurz war die Pause noch nie!

Ergebnis
iXS Innsbruck Downhill presented by Raiffeisen Club
PRO – FEMALE

  1. Valentina Höll, AUT – 3:12, 139
  2. Tracey Hannah, AUS – 3:13,090
  3. Morgane Charre, FRA – 3:18, 350

PRO – MALE

  1. David Trummer, AUT – 2:49,081
  2. Ed Masters, NZL – 2:50,736
  3. Charlie Harrison, USA – 2:50,951
  4. Andreas Kolb, AUT – 2:52:591

Ergebnis
Österreichische Downhill Staatsmeisterschaft
Damen

  1. Valentina Höll, AUT – 3:12, 139
  2. Angelika Hohenwarter, AUT -3:33,310
  3. Helene Frühwirth, AUT – 3:34,376

Herren

  1. David Trummer, AUT – 2:49,081
  2. Andreas Kolb, AUT – 2:52:591
  3. Kilian Schnöller, AUT – 3:01,381

Siegerstatements

Valentina Höll, AUT – Rang 1
Der Track ist super gut abgetrocknet und es war gar nicht so rutschig wie ich dachte. Im letzten Jahr musste ich verletzungsbedingt aussetzten und damit war das auch noch mein erstes Rennen auf diesem Track.
Zum Glück hat heute das Wetter mitgespielt und wir konnten die Österreichische Meisterschaft nachholen. Ich bin happy, dass ich meinen Ärmel behalten kann!

David Trummer, AUT – Rang 1
Es ist gut bei solchen Rennen meinen Freund, Trainingspartner und größten Konkurrenten Andi Kolb an der Seite zu haben. Wir pushen uns immer gegenseitig und so wird der Sieg dann erst möglich.

Brook MacDonald, NZL – Rang 11
Es war ein sehr emotionales Rennen für mich, um ehrlich zu sein! Alle diese tollen Leute, um mich zu haben, zeigt nur wie viel Support es auf dieser Welt gibt! Es war mein absolutes Highlight über die Ziellinie zu rollen und zusehen, dass alle für mich jubeln. Das war unglaublich!

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