Biken im Valle Maira: Okzitanische Kultur, stille Dörfer und Trails ohne Ende
„Ein wahrer Geheimtipp“. Mit solchen Worten werden heute oft Regionen umworben, die längst vom Massentourismus geprägt sind. Wo kleine Unterkünfte großen Hotels gewichen sind, riesige Liftanlagen die Landschaft prägen. Von all dem ist das Valle Maira hingegen weit entfernt: Das rund 60 Kilometer lange Quertal im äußersten Westen Italiens, unweit von Cuneo, blieb durch Abwanderung im Zuge der Industrialisierung lange Zeit fast vergessen. So entwickelte sich der Ort still und heimlich zu einem Juwel für Outdoor-Enthusiasten.
Fernab von Massentourismus, ohne Skilifte und Seilbahnen. Stattdessen hat sich im Valle Maira eine ursprüngliche Kulturlandschaft bewahrt – mit lichten Lärchenwäldern, weiten Almwiesen und türkisfarbenen Seen unterhalb der über 3.000 Meter hohen Gipfel.
Ein wirklicher Geheimtipp für Bikerinnen und Biker
Durch die Abgeschiedenheit konnte das Tal dabei nicht nur die okzitanische Sprache und Kultur bewahren, sondern auch zu einem besonderen Ziel für Mountainbikerinnen, Gravelbiker und E-Biker werden: Ohne große Infrastruktur, dafür mit einer beeindruckenden Dichte an Wegen und alten Verbindungsrouten, bietet das Valle Maira heute über 38 offiziell ausgeschriebene Mountainbike- und E-Bike-Touren – von entspannten Strecken im Tal bis zu anspruchsvollen Routen im Hochgebirge und mehrtägigen Durchquerungen.
Drei Bike-Highlights für jedes Niveau:
Alta Maira Bikes: Durch das Herz des Valle Mairas
Steile Schluchten, weite Weidebecken, der markante Glockenturm der Pfarrkirche Maria Vergine Assunta, liebevoll restaurierte Steinhäuser, flowige Passagen, anspruchsvolle Trails und die Dreitausender Pelvo, Chersogno und Marchisa im Blick: Die Strecke, die unter anderem über die einstige Militärstraße Strada dei Cannoni führt, ist für ihre landschaftliche Schönheit bekannt. Zwar sind die knapp 2400 Höhenmeter und über 55 Kilometer nicht zu unterschätzen, doch intensiver lässt sich das Tal mit dem (E-)Mountainbike kaum erleben.
- Aufstieg: 2390 Hm
- Distanz: 57,1 km
- Gemeinde: Prazzo
- Anspruch: Schwer
- Infos zur Tour
Der Pakt mit dem Teufel: Ein Familienabenteuer mit Detektivarbeit
Caterina Olivero, eine Einwohnerin von Dronero, hat ein verschlüsseltes Dokument aus dem 15. Jahrhundert gefunden, das die Legende von der Teufelsbrücke erzählt. Um das Geheimnis zu lüften, braucht sie jedoch Hilfe! In Porta di Valle bekommen kleine und große Detektive ihre Ermittlerausrüstung und machen sich auf zwei Rädern auf den Weg durch Dronero, Cartignano, Roccabruna und Villar San Costanzo. Die abenteuerliche Tour führt über historische Ortschaften ebenso wie über leichte Radwege durch Wälder und entlang des Gebirgsflusses Torrente Maira. Und wer weiß? Vielleicht gelingt es, das Geheimnis um die Teufelsbrücke zu lüften.
- Aufstieg: 220 Hm
- Distanz: 15,6 km
- Gemeinde: Dronero
- Anspruch: leicht, für Familien geeignet
- Infos zur Tour
- Der Spielplan und die Ermittlerausrüstung können im Fremdenverkehrsbüro des Maira-Tals abgeholt werden
Das große Programm: Mehrtägiges Bike-Abenteuer im Hochland des Valle Mairas
„Im Sattel auf hohen Wegen“ nennt das Valle Maira seine siebentägige Raddurchquerung, die in Dronero startet und zunächst über die spektakuläre Kannonenstraße zum aussichtsreichen Gardetta-Plateau führt, direkt an der imposanten Rocca La Meja vorbei. Anschließend geht es durch das malerische Bergdorf Chiappera, bevor die Route entlang der Hauptstraße zwischen sakraler Kunst und Geschichten der Sardellenhändler wieder zum Tal-Eingang in Dronero zurückkehrt. Die Tour kann mit Doppelzimmer, Vollpension und Gepäcktransport gebucht werden. Und das Schönste: Zwischen den Etappen können die müden Beine im Wellnessbereich regenerieren.
- Dauer: Sieben Tage, 6 Übernachtungen
- Gemeinde: Dronero
- Anspruch: mittel, Etappen von 700 bis maximal 1650 Hm (längster Anstieg)
- Preis: 935 Euro/Person inkl. Verpflegung, Gepäcktransport, Eintritt ins das Haaremuseum und Museum der Sardellenhändler
- Infos zur Tour

