München bewegt sich
15. Münchner Sportfestival bringt am Sonntag, 5. Juli 2026, erneut zehntausende Menschen auf den Königsplatz +++ Rund 80 Mitmachangebote für die ganze Familie, atemberaubende Wettkämpfe zum Mitfiebern und ein buntes Bühnenprogramm +++ „Sport vermittelt Werte, verbindet und gibt Selbstvertrauen“: Fünf Spitzensportlerinnen als prominente Botschafterinnen – Verena Bentele, Christina Hering, Natalie Geisenberger, Magdalena Matschina und Dajana Eitberger
Wenn der Königsplatz wieder zur Sportarena wird: Menschen rennen, springen, probieren aus, fallen, lachen, versuchen es noch einmal. Am Sonntag, 5. Juli 2026, von 10 bis 18 Uhr, gehört der Platz wieder dem Sport, der Bewegung und der Neugierde. Rund 40.000 Besucher*innen waren im vergangenen Jahr dabei und machten das Münchner Sportfestival erneut zu einem der lebendigsten Sportereignisse Deutschlands. Die 15. Auflage des beliebten Events des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München bietet wieder ein vielseitiges Spektrum an Bewegungs-, Mitmach- und Wettkampferlebnissen für alle, unabhängig von Alter und Fitnesslevel. Gemeinsam mit Vereinen und Partner*innen können knapp 80 Sportangebote kostenlos, ohne Anmeldung und eigene Ausrüstung ausprobiert werden, von Hochseilgarten bis Pickleball, von Fußball bis Trampolin, von Klettern bis Mittelalterkampf. Außerdem lockt ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Highlights sind Deutschlands größter Ninja-Wettkampf „Minga Warrior“, der Trickline Worldcup mit spektakulären Tricks und Sprüngen auf der fünf Zentimeter schmalen Line, die Street Floorball Tour, der Münchner Streetsoccer-Cup und ein Breakdance Battle. Sportreferent Florian Kraus: „Das Besondere am Münchner Sportfestival ist die Vielfalt. Zwischen klassischen Vereinssportarten, inklusiven Angeboten, Trend-, Fun- und Nischensportarten entsteht ein Raum, in dem man sich treiben lassen kann. Ein paar Schritte weiter steht man vielleicht schon auf einem Slackline-Band, hält einen Floorball-Schläger in der Hand oder probiert sich im Skimboarding. Beim Münchner Sportfestival geht es nicht um Leistung, sondern um Zugang. Viele Menschen entdecken hier Sportarten, die sie sonst nie ausprobiert hätten.“
Mehr als Sport: Begegnung, Gemeinschaft, Teilhabe
Das Sportfestival ist bewusst so konzipiert, dass es Barrieren abbaut. Trainer*innen, Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche zeigen, erklären und motivieren. Über 50 Vereine und Initiativen präsentieren ihre Angebote und machen den Königsplatz zu einem Spiegel der Münchner Sportlandschaft. Für Vereine ist das Festival auch eine Chance, neue Mitglieder zu gewinnen. Ein Verein, der erneut die Gelegenheit nutzt, auf seine Sportart aufmerksam zu machen, ist der Disc Golf München e. V.Disc Golf: Vom Geheimtipp zum Mitmach-Erlebnis
Eine Scheibe fliegt, trifft klirrend auf einen Metallkorb, der die Scheibe mithilfe von Ketten auffängt, und plötzlich jubeln Menschen, die sich vor wenigen Minuten noch nicht kannten. Solche Momente entstehen beim Disc Golf. Auch beim Münchner Sportfestival gehört die Nischensportart längst zu den Geheimtipps mit Suchtfaktor. Der Disc Golf München e. V. bringt diese besondere Dynamik auch 2026 wieder auf den Königsplatz. „Ich bin vor rund 17 Jahren über einen Freund dazu gekommen. Der hat gesagt: Komm mit, da wirft man Plastikscheiben durch die Luft – aber das ist ein echter Sport“, erzählt Boris Eickhoff, 2. Vorstand des Vereins. Heute zählt der Club über 100 Mitglieder und trifft sich regelmäßig rund um München, unter anderem am Fröttmaninger Berg, mit Blick auf die Allianz Arena.Disc Golf funktioniert ähnlich wie klassisches Golf, nur ohne Schläger und Ball. Gespielt wird mit speziellen Wurfscheiben, die mit möglichst wenigen Würfen in einem Korb landen sollen. „Das Schöne am Disc Golf ist die Lernkurve. In der Regel hat man schnell erste Erfolgserlebnisse“, berichtet Eickhoff. „Gleichzeitig kennt dieser Sport kaum Hürden: Man braucht nur Turnschuhe und eine Scheibe für 15 bis 20 Euro. Viele Parcours sind frei zugänglich, gespielt wird oft einfach im Park, mit Freund*innen, draußen an der frischen Luft.“Seinen großen Schub hat die Sportart in den vergangenen Jahren bekommen: Während der Pandemie suchten viele nach Möglichkeiten, sich im Freien zu bewegen – Disc Golf passte perfekt. International ist der Sport längst etabliert: In Finnland gehört ein Parcours in vielen Orten selbstverständlich dazu, in den USA gibt es Profis, die mit dem Sport ihren Lebensunterhalt verdienen, weiß Eickhoff. Auch in Deutschland wächst die Szene – manchmal auch mit überraschenden Wendungen im Privaten: „Meine Frau fand Disc Golf am Anfang gar nicht so spannend“, erzählt Eickhoff und lacht. „Inzwischen ist sie so gut, dass ich ständig mit ihr zu Turnieren fahren muss.“ Was viele hält, ist neben dem Spiel selbst die Atmosphäre: „Die Community ist sehr nett und locker. Bei uns spielen alle zusammen – egal ob zehn oder 80 Jahre alt, unabhängig von Erfahrung oder Hintergrund.
“Fünf prominente Botschafterinnen machen Lust auf das Sportfestival
„Sport vermittelt Werte“ – Verena Bentele, 12-fache Paralympics-Siegerin im Biathlon und Langlauf, Keynote Speakerin
„Sport vermittelt Werte, die wir heute mehr denn je brauchen: Mut, Respekt, Teamgeist und die Bereitschaft, immer wieder neu anzufangen. Für mich ist Sport pure Emotion, weil er sichtbar macht, was Menschen erreichen können, wenn sie an sich glauben und sich etwas zutrauen. Das verkörpert das Münchner Sportfestival in besonderer Weise. Es senkt die Schwelle, es öffnet Räume. Ohne Leistungsdruck, ohne Erwartungen – einfach ausprobieren, neue Sportarten entdecken, ins Unbekannte gehen. Und genau dort, in diesen ersten Versuchen, entsteht oft etwas sehr Kraftvolles: echte Begeisterung, wachsendes Selbstvertrauen und nicht selten eine Leidenschaft, die das Leben verändert. Für mich beginnt hier der eigentliche Weg im Sport: Wer Bewegung für sich entdeckt, bleibt selten stehen. Aus Neugier wird Können, aus Können wird Vertrauen, und aus Vertrauen entsteht die Bereitschaft, sich weiter zu entwickeln, über sich hinauszuwachsen und Ziele zu erreichen, die anfangs weit entfernt schienen. Wenn ich an die Olympischen und Paralympischen Spiele 2026 in Italien denke, bei denen ich vor Ort mitgefiebert habe, sehe ich diesen Weg verdichtet: Jahre harter Arbeit, tägliche Disziplin, Rückschläge, kleine Fortschritte – und dann diese seltenen Momente, in denen all das zusammenkommt und sichtbar wird, was über lange Zeit gewachsen ist. Diese Energie, diese Kraft wünsche ich mir auch für Deutschland. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland kommen. Mitmach-Events wie das Münchner Sportfestival sind für diese Perspektive sehr wertvoll, denn hier kann alles beginnen – im ersten Versuch, im gemeinsamen Erleben, im Dranbleiben, wenn es schwierig wird. Im vorigen Jahr habe ich Anja Rolfes kennengelernt. Sie hat beim Sportfestival vor zehn Jahren erstmals Crossminton ausprobiert. Im vergangenen Jahr wurde sie Weltmeisterin im Doppel. Solche Geschichten zeigen, was möglich ist, wenn man Menschen den Raum gibt, anzufangen.“
„Sport verbindet“ – Christina Hering, zweifache Olympiateilnehmerin über 800 m, Finalistin bei der EM 2022 in München, Geschäftsführerin der LG Stadtwerke München
„Für mich bedeutet Sport so viel mehr als Leistung oder Medaillen. Er gibt Struktur, Energie und Selbstvertrauen. Vor allem aber verbindet er Menschen. Gerade Kinder und Jugendliche brauchen diese positiven Erfahrungen: sich ausprobieren, Grenzen verschieben, Teil eines Teams sein. Das prägt fürs Leben. Ich freue mich deshalb sehr, in diesem Jahr wieder als Botschafterin dabei zu sein – und diesmal auch in meiner neuen Rolle als Geschäftsführerin der LG Stadtwerke München. Mit unserem Verein werden wir wieder mit einem eigenen Stand vertreten sein. Wir möchten zeigen, wie vielfältig Leichtathletik ist und wie viel Freude Bewegung machen kann. Wir freuen uns riesig darauf, viele Münchnerinnen und Münchner zu treffen und für den Sport zu begeistern. Meine eigene Reise hat genau so begonnen: mit einem Schnuppertraining, mit Neugierde, mit Spaß. Daraus sind über 20 Jahre Leistungssport, unvergessliche Wettkämpfe und zwei Olympische Spiele geworden. Olympia ist für mich bis heute ein Symbol für das, was Sport leisten kann: Menschen zusammenbringen, Emotionen schaffen, eine ganze Stadt elektrisieren. München hat das schon einmal erleben dürfen und ich wünsche mir sehr, dass wir diese besondere Energie wieder in unsere Stadt holen. Das Münchner Sportfestival ist dafür ein perfekter Anfang. Es zeigt, wie viel Dynamik, Vielfalt und Begeisterung in unserer Stadt steckt.“
„Sport gibt Selbstvertrauen“ – Natalie Geisenberger, sechsfache Olympiasiegerin im Rennrodeln, Keynote Speakerin
„Sport hat mein Leben von klein auf geprägt und mir weit mehr gegeben als Medaillen. Natürlich bin ich dankbar für alles, was ich erreichen durfte. Aber das Entscheidende ist für mich etwas anderes: die Freude an Bewegung, Durchhaltevermögen und das Vertrauen in sich selbst. Heute, als Mutter, erlebe ich das aus einer ganz neuen Perspektive. Meine beiden Kinder sind im Kindergartenalter, ständig in Bewegung und wollen alles ausprobieren: Skifahren, Radfahren, draußen unterwegs sein, am liebsten gemeinsam mit unserem Hund. Genau das möchte ich ihnen mitgeben: Neugier, Spaß und die Freiheit, ihren eigenen Weg im Sport zu finden, ganz ohne Druck und ohne den Anspruch auf Höchstleistung. Denn was man durch Sport schon als Kind lernt, begleitet einen ein Leben lang: Selbstvertrauen, Teamgeist, Respekt und Lebensfreude. Es geht nicht darum, Olympiasiegerin oder Olympiasieger zu werden, sondern darum, überhaupt in Bewegung zu kommen und Freude daran zu haben. Als gebürtige Münchnerin freue ich mich besonders, Botschafterin des 15. Münchner Sportfestivals zu sein. Hier können Kinder und Familien Sport spielerisch, vielfältig und ohne Leistungsdruck erleben. Und deshalb wünsche ich mir auch Olympische Spiele in Deutschland, idealerweise in München. Olympia kann Menschen begeistern, Vorbilder sichtbar machen und vor allem Kinder inspirieren, selbst aktiv zu werden. Es wäre eine große Chance, die Kraft des Sports in unsere Gesellschaft zu tragen – nachhaltig, verbindend und über Generationen hinweg.“
„Niedrigschwellige Sportangebote sind so wichtig“ – Dajana Eitberger, Olympiasiegerin 2026 im Rennrodeln, Keynote Speakerin
„Ich freue mich sehr, Botschafterin des 15. Münchner Sportfestivals zu sein, weil es den ersten Zugang zum Sport ermöglicht: einfach ausprobieren, spielerisch, ohne Druck, ohne Angst vor Fehlern. So sollte Sport für Kinder sein. Heute, als Mutter, erlebe ich das noch einmal ganz anders. Mein Sohn ist sechs Jahre alt, und ich wünsche mir sehr, dass er ganz viel ausprobiert – Schwimmen, Ballspiele, alles, was ihn interessiert. Gleichzeitig merke ich, wie schwierig es inzwischen teilweise ist, überhaupt einen Schwimmkurs zu bekommen. Das hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig gute und niedrigschwellige Sportangebote für Kinder sind. Gerade deshalb ist es mir auch ein persönliches Anliegen, jetzt, nach meiner aktiven Karriere, bald auch als Schwimmlehrerin zu arbeiten, um etwas zurückzugeben – damit Kinder früh Sicherheit im Wasser bekommen und Freude an Bewegung entwickeln können. Denn aus diesen ersten Erfahrungen kann später auch mehr entstehen: der Wunsch, sich zu verbessern, an sich zu arbeiten und vielleicht irgendwann auch in den Leistungssport hineinzuwachsen. Ich selbst habe als Kind genau so angefangen – Schritt für Schritt, mit viel Begeisterung und Unterstützung. Im Leistungssport geht es später um Details, um Disziplin, um harte Arbeit und um große Ziele, wie die Olympische Spiele. Aber der Weg dorthin beginnt immer gleich: mit dem ersten Mal, mit Spaß und mit der Freiheit, verschiedene Sportarten kennenzulernen. Das Münchner Sportfestival ist so wertvoll, weil es diesen Anfang möglich macht.“
„Sport gibt einem die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen“ – Magdalena Matschina, Olympiasiegerin 2026 im Rennrodeln
„Sport bedeutet für mich Energie, Gemeinschaft und das besondere Gefühl, gemeinsam etwas zu erreichen. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Schritte im Sport: das Kribbeln vor dem Training, das Lernen von Technik, das Scheitern, das Wiederaufstehen und das Gefühl, dazuzugehören. Daraus ist meine Leidenschaft für den Leistungssport entstanden. Ich weiß, wie viel Arbeit hinter einer Goldmedaille steckt: Disziplin, Fokus, Vertrauen ins Team und der Wille, sich ständig weiterzuentwickeln. Aber all das hat seinen Ursprung in den ersten, einfachen Momenten. Deshalb finde ich das Münchner Sportfestival so wichtig. Es schafft diese niedrigschwelligen Erlebnisse, bei denen Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene verschiedene Sportarten kennenlernen können, ohne Druck und ohne Leistungsdenken. Sport macht Spaß, führt zu neuen Freundschaften, formt den Charakter und gibt einem die Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen.“
Weitere Informationen
– Website: sportfestival.de



