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Mountainbiken im Wald: Bikeparks und Trailparks sind Teil der Lösung

Kontroverse Diskussion zeigt den hohen Bedarf an guten und legalen Angeboten

Gravity, Flow und Trail – Mountainbike-Erlebnisse sind gefragter denn je. Die NRW-Landesregierung plant nun, das Radfahren im Wald künftig enger zu fassen. Die Mountainbike-Szene ist in Aufruhr. Mit vier Bikeparks und vier Trailparks gibt es in der Region eine so hohe Angebotsdichte an hochwertigen und eigens angelegten MTB-Trails wie sonst nirgendwo in Europa. „Nachfrage verschwindet nicht durch Verbote“, sind sich die Betreiber sicher. Die Parks tragen mit sicher organisiertem Befahren und gezielter Lenkung zum aktiven Naturschutz bei.

Legale Angebote statt ungelenkter Nutzung

Laut vorliegendem Entwurf zur Änderung des NRW-Landesforstgesetzes soll Radfahren im Wald künftig nur noch auf eigens dafür gekennzeichneten Wegen erlaubt sein. Wirtschaftswege, von Mountainbikern gern „Waldautobahnen“ genannt, sind für viele von ihnen jedoch unattraktiv. Sie suchen naturbelassene Wege mit Wurzeln und Steinen, sogenannte Single Trails. Deren Befahren könnte in NRW bald nicht mehr möglich sein – wenn es nach dem vorliegenden (sage was für ein Entwurf) geht. In Hessen ist das Befahren von inoffiziellen Trails schon länger untersagt.

Vor diesem Hintergrund machen Bikeparks und Trailparks aus der großen Nachfrage ein gelenktes Angebot – mit mehr Fahrspaß, mehr Sicherheit und weniger Druck auf sensible Waldbereiche.

Der Unterschied ist entscheidend: In den Bikeparks und Trailparks geht es nicht um zufällig herausgefahrene Linien im Wald, sondern um eigens für Mountainbikes angelegte und gepflegte Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade und abwechslungsreichen Charakters. Professionelles Streckendesign bedeutet gezielte Gestaltung: Kurven, Gefälle, Entwässerung und Streckencharakter werden so angelegt, dass Fahrspaß gewährleistet ist bei hoher Sicherheit und möglichst geringem Eingriff in die Natur.

Trotz der großen Angebotsdichte ist der unmittelbare Flächenbedarf klein. Bei rund 150 Kilometern Streckenlänge ergibt sich rechnerisch eine Streckenfläche von rund 300.000 Quadratmetern beziehungsweise 30 Hektar. Das entspricht lediglich rund 0,006 Prozent der regionalen Gesamtfläche. Viel Erlebnis konzentriert sich auf klar definierte Bereiche.

150 Kilometer designte Trail-Infrastruktur

Wer sportliches Mountainbiken liebt, ist im Sauerland an der richtigen Adresse. Mit rund 150 Kilometern designter Trail-Infrastruktur ist in der Region eine enorme Angebotsdichte vorhanden. Wer mag, lässt sich mit einem der sieben Lifte mitsamt Bike nach der Abfahrt wieder bergwärts tragen oder nutzt einen der eigens angelegten Uphill-Trails. Bikeparks (mit Lift) und Trailparks (ohne Lift) liegen oft direkt nebeneinander. Von einem Bikepark zum nächsten sind es zwischen 20 und 80 Autominuten.

Das Angebot richtet sich nicht nur an erfahrene Mountainbiker, auch Einsteiger und Familien finden in den Parks Strecken, die zu ihrem Können und ihrem Fahrstil passen. Wer Touren fährt, aber bewusst Trail-Erlebnisse einbauen möchte, kann die Fahrt mit einem Trailpark kombinieren – auf dafür vorgesehenen Strecken, die genau nach den Bedürfnissen der Mountainbiker gebaut sind.

Beschilderung, ausgewiesene Schwierigkeitsgrade und regelmäßige Pflege schaffen Orientierung und erhöhen die Sicherheit. Genauso wie die in den Parks angebotenen Fahrtechnikkurse.

Bike- und Trailparks im Überblick

Bikepark Winterberg
18 Strecken, mehr als 20 Kilometer

MTB ZONE Bikepark Willingen
8 Strecken, ca. 15 Kilometer

Green Hill Bikepark
11 Strecken, ca. 13 Kilometer

Bikepark Olpe-Fahlenscheid
5 Strecken, ca. 5 Kilometer

TrailGround Brilon
3 Runden, ca. 35 Kilometer Gesamtlänge

Trailpark Winterberg
ca. 40 Kilometer Gesamtlänge, davon 20 Kilometer designte / angelegte Strecken

Green Trails Diemelsee
5 Runden, ca. 52 Kilometer

Green Trails Willingen
6 Trails, 2 Runden, ca. 20 Kilometer

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