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Schnalstal – Vom Gletscher bis zur Steinzeit

Im Schnalstal schreibt jeder Ferientag seine eigene Geschichte – Mit der Familie auf Ötzis Spuren

Familien, die einen Mix aus Abenteuer und Naturerlebnis suchen, werden im Schnalstal fündig: Mit der höchsten Seilbahn Südtirols geht es ab 27. Juni in sechs Minuten zur Bergstation auf 3.212 Metern; für eine Extraportion Adrenalin buchen Urlauber das Cabrio Adventure und genießen die Fahrt auf den Gletscher vom Kabinendach. Für einen erhöhten Puls inmitten der Natur sorgt auch die Abfahrt mit dem Mountaincart von der Hochebene Lazaun, die sich ab Kurzras mit der Umlaufbahn erreichen lässt. 2026 jährt sich zudem der Fund der Gletschermumie Ötzi zum 35. Mal. Ein guter Anlass sich im Rahmen von Kletter- und Wandertouren oder beim Besuch des archäologischen Freilichtmuseums auf seine Spuren zu begeben. Weitere Informationen zur Destination, Unterkünften und den abwechslungsreichen Aktivitäten für Groß und Klein finden sich auf www.schnalstal.it und www.schnalstal.com.

Flexibles Bergerlebnis mit dem neuen 2-in-7 Alpin Arena Pass

Perfektes Bergwetter und die Wanderlust des Nachwuchses lassen sich oft nur bedingt planen. Eine stressfreie Option stellt der neue 2-in-7 Alpin Arena Pass dar; mit diesem können die Gletscherbahn, die Umlaufbahn Lazaun sowie der Vierer-Sessellift Roter Kofel an zwei frei wählbaren Tagen innerhalb einer Woche unbegrenzt genutzt werden. Wer mag fährt morgens und nachmittags auf den Gletscher oder dreht eine weitere Runde mit den Mountaincarts. Der Sessellift ist bis 20. September und die beiden anderen Aufstiegsanlagen sind bis 4. Oktober täglich von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet; die Umlaufbahn hat mit Ausnahme vom 10. Und 17. August montags Ruhetag. Für Erwachsene kostet der 2-in-7 Alpin Arena Pass 51 Euro, für Kinder (Jahrgang 2008–2020) 26 Euro. Alle, die nur einmalig auf den Gletscher möchten, zahlen für die Berg- und Talfahrt 33 Euro pro Erwachsenen und 16 Euro pro Kind beziehungsweise 65 Euro für das Familienticket. Als Highlight gilt das Cabrio Adventure. Dabei können maximal zehn Personen zum Aufpreis von zehn Euro pro Person und Fahrt in einer speziellen Open-Air-Vorrichtung auf dem Dach der Gondel mitfahren. Oben angekommen lohnt sich ein Aufstieg zur Aussichtsplattform Iceman Ötzi Peak mit 360-Grad-Panorama und Blick zur Ötzi-Fundstelle.

Mit dem Mountaincart ins Tal

Auf der sonnigen, südöstlichen Talseite gegenüber dem Gletscher gelegen, ist das Hochplateau Lazaun Startpunkt für Rundwanderwege zum Hochmoor und Lazauner Bergsee. Alternativ zur Wanderung lockt die Abfahrt mit dem Mountaincart. Dabei rollen Erwachsene und Kinder ab einer Größe von 1,40 Meter mit speziell für die Berge entwickelten Gokarts die rund vier Kilometer hinab nach Kurzras. Diese stehen bis 13. September täglich außer montags und bis zum 4. Oktober jeweils von Freitag bis Sonntag bereit. Eine Fahrt kostet zwölf Euro pro Person, weitere Fahrten am gleichen Tag zehn Euro.

Nervenkitzel im Ötzi Rope Park

Hoch hinaus geht es auch im Hochseilgarten Ötzi Rope Park am Vernagter Stausee. Hier sorgen 13 Parcours von leicht bis anspruchsvoll, 180 Plattformen auf bis zu 30 Metern Höhe und drei Ziplines mit insgesamt 1.100 Metern Länge für Adrenalin. Wer sich traut, schwingt sich auf einer Riesenschaukel mit zehn Metern Fallhöhe über die Schlucht. Der Park ist bis Anfang November geöffnet; mit dem Südtirol GuestPass beträgt der Eintritt 28 Euro, Familien ab drei Personen zahlen zwischen 14 und 25 Euro pro Person.

Kletterrouten für alle

Nahe des Marchegghofes, rund zwei Kilometer von der Gletscherbahn in Kurzras entfernt, versuchen sich Anfänger und Familien in einem familienfreundlichen Klettergarten an Routen von 4a bis 7b+ auf Schiefer- und Glimmerschieferfels, jeweils 20 bis 30 Meter hoch. Ab 15 Euro pro Person besteht immer freitags die Möglichkeit zum Schnupperklettern. Geübte und Familien mit größeren Kindern zieht es zum Action-Klettersteig Larix in Kurzras, auf den Alpin Trail-Erlebniswanderweg direkt daneben oder in den Klettergarten Mastaun im gleichnamigen Hochtal bei Unser Frau. Unterhalb von Schloss Juval und am Klettersteig Hoachwool am Taleingang finden hingegen erfahrene Alpinisten ihr Terrain.

Im archeoParc auf Ötzis Spuren wandeln

Ötzis Geschichte zum Anfassen gibt es im archäologischen Freilichtmuseum archeoParc. Zwischen detailgetreuen Nachbildungen von Holzhütten und Lehmöfen versetzen sich Familien an zahlreichen Mitmachstationen in das Leben vor über 5.300 Jahren zurück: Brot backen, Mehl mahlen und Bogenschießen stehen auf dem Programm, genau wie das Feuerschlagen. Ergänzt wird das Angebot durch den Campus Transhumanz, ein neues, interaktives Kulturzentrum rund um die traditionelle Schafwanderung. Der archeoParc ist ab 1. Juli täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Tickets kosten mit dem Südtirol GuestPass zwischen acht und 15 Euro pro Person oder ab 29 Euro für die Familie.

Wandern mit Ausblick und Stempel

Das Pfossental ist, da hier oft Gämsen, Murmeltiere und Steinböcke gesichtet werden, das beliebteste Wanderziel von Familien. In dem rund 15 Kilometer langen Seitental laden mehrere bewirtschaftete Almen zur Einkehr; Stempel für die Schnalser Wandernadel in Bronze, Silber oder Gold sorgen für Motivation. Kinder erhalten im Tourismusbüro zusätzlich den Anstecker „Wanderprinz“ oder „Wanderprinzessin“. Ein Shuttle bringt die Ausflügler bis Ende Oktober jeden Montag um 9 Uhr vom Tourismusbüro Karthaus für acht Euro ins Pfossental und um 16 Uhr wieder zurück, Kinder unter zehn Jahren fahren kostenlos mit.

Über das Schnalstal – Val Senales

Das Schnalstal in Südtirol mit seinen rund 1.300 Einwohnern in den Dörfern Katharinaberg, Karthaus, Unser Frau, Vernagt am See und Kurzras begeistert als ganzjährige Destination Sportler und Naturfreunde gleichermaßen. Ruhe und Entschleunigung oder Skifahren am Gletscher – Urlauber finden im ursprünglichen Schnalstal ihren Ausgleich. Eingerahmt von zwei Persönlichkeiten der Weltgeschichte beginnt das Tal an den Weinbergen vor Schloss Juval, der Sommerresidenz von Bergsteiger-Legende Reinhold Messner. Über 25 Kilometer zieht sich das Schnalstal durch die hochalpine Landschaft des Naturparks Texelgruppe bergauf, bis es in Kurzras auf 2.011 Meter den Fuß der mächtigen Bergwelt erreicht. Lärchenwälder und traditionsreiche, jahrhundertealte Bauernhöfe bilden einen malerischen Kontrast zur Gletscherwelt der Dreitausender Hochjochferner, Weißkugel, Wildspitze und Similaun. Das Tal endet schließlich auf über 3.000 Metern Höhe dort, wo 1991 die berühmte Gletschermumie Ötzi im Südtiroler Teil der Ötztaler Alpen gefunden wurde. Kulinarisch reicht das Angebot von bewirtschafteten Almhütten und traditionsreichen Gaststätten bis hin zu Gourmetrestaurants, die allesamt auf Regionalität setzen. Gäste übernachten in Ferienwohnungen, familiären Pensionen, auf Bauernhöfen oder in Vier-Sterne-Häusern.

Über die Alpin Arena Schnals

Die Alpin Arena Schnals im hinteren Schnalstal zählt zu den höchstgelegenen Skigebieten Südtirols und reicht bis auf 3.212 Meter Höhe. Herzstück ist der Schnalstaler Gletscher, der als schneesicheres Trainings- und Wintersportgebiet mit Saison von September bis Mai internationale Bekanntheit genießt. Im Sommer locken zahlreiche Wanderwege, Bikerouten, Klettersteige und die Aussichtsplattform Iceman Ötzi Peak. Betreiber des Skigebiets und der Infrastruktur ist die Schnalstaler Gletscherbahn AG, die 1972 von Pionier Leo Gurschler gegründet wurde und heute zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region zählt. Zum Unternehmen gehören neben den Aufstiegsanlagen auch mehrere bewirtschaftete Hütten und ein Caravan Park.

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