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Goldsbury stürmt in Saalfelden Leogang zum ersten Elite-Sieg – Łukasik zurück ganz oben

Regen, rutschige Trails und mehr als 73 Rennkilometer machten die zweite Runde des UCI Enduro World Cups in Österreichs größter Bike-Region Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn zu einer echten Herausforderung. Die Neuseeländerin Winnifred Goldsbury feierte ihren ersten Weltcup-Sieg in der Elite-Klasse. Bei den Herren kehrte der Pole Sławomir Łukasik auf die oberste Stufe des Podests zurück. In den Junioren-Kategorien setzten Hugo Marti Montessinos (FRA) und Nežka Libnik (SLO) starke Ausrufezeichen.

Den krönenden Abschluss eines fantastischen UCI-Weltcup-Wochenendes in Saalfelden Leogang lieferten am Sonntag die Enduro-Athlet:innen. Im Anschluss an die Cross-Country-Entscheidungen führte auch der Renntag des vierten Weltcupformats der WHOOP UCI Mountain Bike World Series Saalfelden Leogang mit einer finalen Stage in den Downhill-Zielbereich des Epic Bikepark Leogang. Mit 73,37 Kilometern, sechs anspruchsvollen Stages und rund 2.000 Tiefenmeter lag ein besonders fordernder Renntag hinter den Fahrer:innen, der bereits um 8:00 Uhr morgen startete. Teils heftige Regenschauer sorgten zusätzlich für schwierige Bedingungen und rutschige Passagen auf den ohnehin technisch anspruchsvollen Strecken.

Bei den Elite-Damen schrieb Winnifred Goldsbury (NZL) ihre persönliche Erfolgsgeschichte in Saalfelden Leogang weiter. Die erst 19-Jährige, die hier bereits ihren ersten Junioren-Weltcup gewonnen hatte und im Vorjahr als Dritte auf dem Podest gestanden war, setzte sich mit einer beeindruckenden Vorstellung durch und feierte ihren ersten UCI Enduro World Cup-Sieg in der Elite-Klasse. Goldsbury gewann trotz eines platten Reifens auf der zweiten Stage mit 24 Sekunden Vorsprung auf die amtierende Gesamtweltcupsiegerin Ella Conolly (GBR). Mélanie Pugin (FRA) komplettierte das Podium als Dritte: „Meinen ersten Elite-Weltcup hier zu gewinnen, bedeutet mir unglaublich viel“, sagte Goldsbury. „Hier habe ich auch meinen ersten Junioren-Weltcup gewonnen. Jetzt hier so ein Rennen zu fahren, ist einfach verrückt für mich.“

Bei den Herren meldete sich Sławomir Łukasik (POL) eindrucksvoll zurück. Der amtierende Gesamtweltcupsieger hatte beim Saisonauftakt in Loudenvielle-Peyragudes nach einem Sturz wichtige Punkte liegen gelassen und kam mit dem klaren Ziel nach Saalfelden Leogang, wieder ganz vorne mitzufahren. Auf den nassen, technisch anspruchsvollen Trails lieferte sich der Pole ein enges Duell mit Lief Rodgers (CAN) und Marius Tenet Berrat (FRA). Vor der finalen Stage trennten die Top-Fahrer nur wenige Sekunden. Łukasik behielt die Nerven, setzte zum Abschluss noch einmal die Bestzeit und sicherte sich mit vier Sekunden Vorsprung seinen ersten Saisonsieg. „Ich bin überglücklich“, sagte Łukasik. „Nach der letzten Runde war ich sehr angespannt. In Loudenvielle-Peyragudes habe ich mich eigentlich gut gefühlt, dann ist es anders gelaufen. Ich wusste aber, dass Leogang gut für mich ist, weil ich diesen Ort seit vielen Jahren aus dem Downhill und Enduro kenne. Nach zwei dritten Plätzen hier endlich ganz oben zu stehen, ist ein großartiges Gefühl.“

Lief Rodgers durfte sich über sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis und Rang zwei freuen. Marius Tenet Berrat feierte als Dritter sein erstes Podium im UCI Enduro World Cup. In der Mixed-Teamwertung ging der Sieg an Speed Project, das damit auch seine Führung in der Gesamtwertung vor dem Yeti/Fox Factory Race Team ausbaute.

Auch in den Junioren-Kategorien wurden die Favoriten ihrer Rolle gerecht. Hugo Marti Montessinos (FRA) setzte seine Siegesserie bei den Junioren fort und feierte seinen zweiten Erfolg im zweiten Saisonrennen. Dahinter sicherte sich der Deutsche Quirin Bach Rang zwei – nur fünf Zehntelsekunden vor dem Tschechen Simon Lehký auf Platz drei.

Bei den Juniorinnen dominierte Nežka Libnik (SLO) das Rennen. Nachdem Auftaktsiegerin Romy Williams bereits auf der ersten Stage ausgeschieden war, übernahm Libnik das Kommando und gewann alle Stages. Am Ende lag sie 3:31 Minuten vor der Schwedin Ella Mårtensson. Emily Malin Hoyle (SUI) belegte Rang drei.

Alle Ergebnislisten
www.mtb-weltcup.at

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